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WissenShatavari

Shatavari

Shatavari, botanisch Asparagus racemosus, ist eine Wurzelpflanze aus dem indischen Subkontinent und gilt im Ayurveda als die zentrale Frauenpflanze. Der Sanskrit-Name Shatavari bedeutet wörtlich übersetzt "die Hundertwurzelige" oder "die Pflanze mit hundert Ehemännern" und verweist auf die historische Anwendung als Rasayana, also als Verjüngungspflanze, sowie auf die traditionelle Verwendung über alle Lebensphasen der Frau hinweg. Im Ayurveda gehört Shatavari neben Ashwagandha zu den wichtigsten Adaptogenen und wird seit mindestens 2.000 Jahren in den klassischen Texten Charaka Samhita und Sushruta Samhita beschrieben. In der modernen Ernährungswissenschaft wird Shatavari mit Saponinen (Shatavarinen), pflanzlichen Isoflavonen, Mucopolysacchariden und Mineralstoffen in Verbindung gebracht. Anders als Mönchspfeffer, der über das hypophysäre Hormonsystem wirkt, werden die Effekte von Shatavari über pflanzliche hormonähnliche Verbindungen, schleimhautstabilisierende Mucopolysaccharide und eine adaptogene Wirkung diskutiert. Greenic verwendet biologisches Shatavari in zwei Frauenrezepturen: Zyklus Balance mit 25 Prozent Shatavari-Anteil für die zyklusbewusste Ernährung und Meno Balance mit Shatavari als Hauptkomponente für die Begleitung der Wechseljahre.

Herkunft & Botanik

Shatavari (Asparagus racemosus) ist eine kletternde Spargelpflanze aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Die Pflanze ist im indischen Subkontinent, in Sri Lanka, im Himalaya-Vorland und in Teilen Südostasiens und Afrikas heimisch. Sie wächst bevorzugt in tropischen und subtropischen Wäldern, an Berghängen bis etwa 1.500 Meter Höhe. Charakteristisch sind die feinen nadelähnlichen Phyllokladien (umgewandelte Sprossglieder), die weißen rispenartigen Blüten und vor allem die büschelartig wachsenden Wurzelknollen, von denen ein einzelner Strauch bis zu hundert Stück bilden kann. Diese Wurzelknollen sind der verwendete Pflanzenteil.

Der Name Shatavari und seine Bedeutung

Der Sanskrit-Name Shatavari setzt sich aus "shata" (hundert) und "vari" (Wurzel oder Ehemann) zusammen. Beide Übersetzungen finden sich in der Literatur. Botanisch bezieht sich der Name auf die büschelartig wachsenden Wurzelknollen. Im traditionellen Kontext spielt die zweite Bedeutung auf die historische Stellung der Pflanze als zentrale Frauenpflanze des Ayurveda an, mit der Vorstellung einer kraftvollen und ausgleichenden Wirkung im weiblichen Organismus.

Ayurvedische Tradition

Shatavari wird in der Charaka Samhita und der Sushruta Samhita beschrieben, den beiden klassischen Texten des Ayurveda, die etwa zwischen dem 5. Jahrhundert vor und dem 5. Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung niedergeschrieben wurden. In der ayurvedischen Heilkunde gehört Shatavari zu den Rasayanas, also den Verjüngungs- und Stärkungspflanzen, und wird traditionell zu den drei Doshas Vata und Pitta zugeordnet. Sie gilt als kühlend, beruhigend und ausgleichend.

In der ayurvedischen Tradition wird Shatavari über alle Lebensphasen der Frau eingesetzt: in der Pubertät zur Begleitung des heranreifenden Zyklus, im reproduktiven Lebensalter zur Unterstützung der weiblichen Gesundheit, in der Schwangerschaft und Stillzeit (in dieser Tradition gezielt eingesetzt, in der modernen westlichen Anwendung jedoch nicht empfohlen ohne ärztliche Begleitung) und in den Wechseljahren zur Begleitung der hormonellen Umstellung. Diese lebensphasenübergreifende Anwendung ist eine Besonderheit, die Shatavari von anderen Frauenpflanzen unterscheidet.

Verwendete Pflanzenteile

Bei Shatavari werden ausschließlich die Wurzelknollen verwendet. Diese werden im Spätsommer oder Herbst geerntet, gereinigt, geschnitten und schonend getrocknet. Anschließend werden sie zu feinem Pulver vermahlen oder zu wässrigen oder alkoholisch-wässrigen Extrakten weiterverarbeitet. Die oberirdischen Pflanzenteile werden in der modernen Anwendung nicht eingesetzt.

Wirkstoffprofil der Shatavari-Wurzel

Die Shatavari-Wurzel enthält mehrere Wirkstoffgruppen, die in der Forschung untersucht werden.

Steroidale Saponine (Shatavarine): Die Leitsubstanzen sind Shatavarin I bis IV. Diese steroidalen Saponine werden in der Forschung mit hormonmodulierenden und adaptogenen Effekten in Verbindung gebracht.
Mucopolysaccharide: Schleimhaltige Pflanzenstoffe, die im Ayurveda traditionell mit der Befeuchtung und Stabilisierung von Schleimhäuten in Verbindung gebracht werden.
Isoflavone und Polyphenole: Pflanzliche Verbindungen, die als sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativen Eigenschaften untersucht werden.
Mineralstoffe und Spurenelemente: Vor allem Calcium, Magnesium, Eisen und Zink.

Anbau und Verarbeitung

Hochwertiges Shatavari stammt aus kontrolliert biologischem Anbau in Indien. Die Wurzelqualität hängt vom Alter der Pflanze und vom Erntezeitpunkt ab. Traditionell werden Shatavari-Pflanzen mit drei bis fünf Jahren geerntet. Nach der Ernte werden die Wurzeln gereinigt, geschnitten und bei niedrigen Temperaturen getrocknet, um die hitzeempfindlichen Saponine und Mucopolysaccharide zu erhalten. Anschließend werden sie zu feinem Pulver vermahlen oder zu Extrakten weiterverarbeitet. Greenic verwendet ausschließlich Shatavari aus kontrolliert biologischem Anbau in Indien.

Wirkprofil & Inhaltsstoffe

Das Wirkprofil von Shatavari unterscheidet sich grundlegend von dem anderer Frauenpflanzen. Während Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) über das hypophysäre Hormonsystem wirkt, werden die Effekte von Shatavari über pflanzliche hormonähnliche Verbindungen, schleimhautstabilisierende Mucopolysaccharide und eine adaptogene Wirkung diskutiert.

Phytoöstrogene und hormonmodulierende Effekte

Shatavari enthält steroidale Saponine, die strukturell Östrogen-ähnliche Eigenschaften aufweisen. Diese Phytoöstrogene können in vitro an Östrogen-Rezeptoren binden und werden in der Forschung als selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren diskutiert. Anders als körpereigene Östrogene haben sie eine deutlich schwächere Bindungs- und Wirkstärke. Diese Eigenschaft wird in der modernen Forschung mit der traditionellen Anwendung über alle weiblichen Lebensphasen in Verbindung gebracht, in denen hormonelle Schwankungen auftreten.

Wichtig zur Einordnung: Eine direkte hormonelle Wirkung beim Menschen ist Gegenstand laufender Forschung. Die meisten verfügbaren Studien sind In-vitro-Untersuchungen, tierexperimentelle Arbeiten oder kleine klinische Studien. Eine pauschale Aussage zu hormonellen Effekten am Menschen ist auf Basis der aktuellen Datenlage nicht möglich.

Adaptogene Wirkung

Shatavari zählt im Ayurveda und in der westlichen Phytotherapie zu den Adaptogenen. Adaptogene sind Pflanzen, die in der Forschung mit einer Unterstützung der körpereigenen Stressanpassung in Verbindung gebracht werden. Die postulierte adaptogene Wirkung von Shatavari wird auf das Zusammenspiel mehrerer Wirkstoffgruppen zurückgeführt: steroidale Saponine, Polyphenole und Mucopolysaccharide.

Mucopolysaccharide und Schleimhautstabilisierung

Die enthaltenen Schleimstoffe sind in der ayurvedischen Tradition mit einer befeuchtenden und stabilisierenden Wirkung auf Schleimhäute verbunden. In klassischen ayurvedischen Texten wird Shatavari für trockene Schleimhäute (im Hals, in den oberen Atemwegen, im Verdauungstrakt und im Intimbereich) beschrieben. Diese Anwendung ist in moderner westlicher Forschung weniger gut untersucht als die hormonelle Anwendung, hat aber eine lange traditionelle Verankerung.

Traditionelle Anwendungsfelder über alle Lebensphasen

Shatavari nimmt im Ayurveda eine besondere Stellung ein, weil die Pflanze über die gesamte weibliche Lebensspanne hinweg eingesetzt wird.

Pubertät und junges Erwachsenenalter: Begleitung des heranreifenden Zyklus.
Reproduktives Alter: Zyklusbegleitung, PMS-Beschwerden, allgemeine Frauenpflege.
Kinderwunsch: Traditionell zur Unterstützung der Fruchtbarkeit eingesetzt, in der modernen Anwendung als ergänzende Maßnahme.
Schwangerschaft und Stillzeit: Im klassischen Ayurveda gezielt eingesetzt, in der modernen westlichen Anwendung NICHT empfohlen ohne ärztliche Begleitung. Greenic-Produkte mit Shatavari sind nicht für Schwangerschaft und Stillzeit zugelassen.
Wechseljahre und Postmenopause: Ausgleichend in der hormonellen Übergangsphase.

Diese lebensphasenübergreifende Verwendung unterscheidet Shatavari von vielen anderen traditionellen Frauenpflanzen, die meist auf einzelne Lebensphasen fokussiert sind.

Was die Studienlage zeigt

Die wissenschaftliche Forschung zu Shatavari hat in den letzten zwei Jahrzehnten zugenommen, ist aber im Vergleich zu Mönchspfeffer noch deutlich kleiner. Bopana und Saxena (2007) publizierten eine ausführliche Übersicht in Phytomedicine, die die ayurvedischen Anwendungen mit modernen Studien zusammenführte. Alok et al. (2013) erstellten ein Review zu pharmakologischen und klinischen Effekten in Asian Pacific Journal of Tropical Disease. Die Studien deuten auf adaptogene, immunmodulierende und antioxidative Effekte hin. Für spezifische therapeutische Anwendungen ist die klinische Datenlage am Menschen begrenzt, vor allem im Vergleich zu Mönchspfeffer mit dem Phytopharmakon-Status.

Wichtige rechtliche Einordnung: Für Shatavari gibt es in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen (Health Claims). Shatavari ist Bestandteil einiger Nahrungsergänzungsmittel und wird über die traditionelle Anwendung und die Studienlage beschrieben, nicht über zugelassene Wirkungsaussagen.

Anwendung

Die Anwendung von Shatavari folgt einer langen ayurvedischen Tradition und wird in der modernen Anwendung in verschiedenen Darreichungsformen praktiziert. Die übliche Dosierung hängt von der Anwendungsform und dem persönlichen Kontext ab.

Tagesmengen im Vergleich

Shatavari-Pulver pur
(Churna): Im klassischen Ayurveda werden 3 bis 6 Gramm Pulver pro Tag empfohlen, traditionell in warmer Milch oder warmem Wasser eingerührt.
Shatavari-Extrakt: Konzentrierte Extrakte in Kapseln werden meist mit 500 bis 1.000 Milligramm pro Tag dosiert, je nach Extraktstärke.
Shatavari als Bestandteil einer Frauenmischung: In Mehrkomponenten-Pulvern wie Greenic Zyklus Balance (25 Prozent Shatavari-Anteil) und Meno Balance (Shatavari als Hauptkomponente) liegt der Shatavari-Anteil pro 5-Gramm-Tagesportion bei etwa 1,25 bis über 1,5 Gramm, eingebettet in eine breitere pflanzliche Matrix.

Anwendungsformen

Klassische ayurvedische Anwendung in warmer Milch
: Traditionell wird Shatavari-Pulver mit warmer (nicht kochender) Milch zubereitet, oft mit etwas Honig und Kardamom oder Safran. Diese Anwendungsform ist im Ayurveda mit der kühlenden und nährenden Wirkung verbunden.
In Smoothies und kalten Drinks: Eine moderne Anwendung. Das Pulver wird in 200 bis 300 Milliliter Wasser, Saft, pflanzlichem Drink oder Smoothie eingerührt. Banane, Mango oder Kokosmilch passen geschmacklich gut zur leicht erdigen, milden Süße von Shatavari.
In Joghurt, Porridge oder Bowls: In Joghurt, Skyr, Haferbrei oder Smoothie-Bowls eingerührt, ist Shatavari geschmacklich gut integrierbar.
Als Bestandteil einer Frauenmischung: In Greenic Zyklus Balance oder Meno Balance wird Shatavari mit weiteren Bio-Komponenten kombiniert. Eine 5-Gramm-Tagesportion wird in Wasser, Saft oder Smoothie eingerührt.

Geschmack und Kombinationen

Shatavari hat einen leicht erdigen, milden und kaum bitteren Geschmack mit dezenter Süße. Im Vergleich zu Ashwagandha ist Shatavari deutlich milder. Geschmacklich passen Mandelmilch, Hafermilch, Kokosmilch, Banane, Honig, Kardamom, Vanille und Zimt sehr gut. In Frauenmischungen mit weiteren Komponenten wie Maca, Hibiskus oder Frauenmantel wird das Aroma von Shatavari oft von den intensiveren Geschmacksnoten dieser Pflanzen überlagert.

Tageszeit und Einnahme-Rhythmus

Shatavari kann zu jeder Tageszeit eingenommen werden. Im klassischen Ayurveda wird die Anwendung in warmer Milch oft am Abend empfohlen, weil die nährende und beruhigende Wirkung mit der Abendroutine verbunden wird. In der modernen Anwendung in einem Smoothie ist die morgendliche Einnahme oder eine Aufteilung auf zwei Tagesportionen üblich. Eine kontinuierliche Einnahme über mehrere Wochen ist sinnvoll, weil pflanzliche Wirkungen sich über Kontinuität aufbauen.

Wirkungseintritt

Die Wirkungen von Shatavari bauen sich über die Zeit auf. In der ayurvedischen Tradition wird eine Anwendung über mindestens drei Mondzyklen, also etwa drei Monate, empfohlen, um die nährende und ausgleichende Wirkung zu beurteilen. In klinischen Studien zu adaptogenen Effekten zeigten sich Effekte meist nach vier bis acht Wochen kontinuierlicher Einnahme, deutliche Effekte nach drei Monaten. Eine sporadische Einnahme ist weniger wirksam als eine konsequente Tagesintegration.

Wichtige Sicherheitshinweise

Shatavari gilt in den üblichen Dosierungen als gut verträglich, einige Personengruppen sollten dennoch vorsichtig sein.

Bei bekannter Allergie gegen Spargelgewächse (Asparagaceae) ist Vorsicht angebracht, weil Kreuzallergien möglich sind.
Bei hormonsensitiven Erkrankungen wie hormonabhängigen Tumoren sollte die Einnahme nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen, weil Shatavari pflanzliche hormonähnliche Verbindungen enthält.
Bei Einnahme hormoneller Medikamente, Diuretika oder Herzmedikamente ist eine ärztliche Abstimmung sinnvoll.
In Schwangerschaft und Stillzeit ist die Einnahme von Greenic-Produkten mit Shatavari nicht empfohlen. Auch wenn Shatavari im klassischen Ayurveda in diesen Lebensphasen verwendet wird, fehlen ausreichende Sicherheitsdaten für die westliche Anwendung. Eine Einnahme sollte hier nur nach ärztlicher Rücksprache mit Gynäkologin, Hebamme oder ayurvedisch ausgebildeter Ärztin erfolgen.
Bei chronischen Erkrankungen oder vor Operationen sollte die Einnahme vorab ärztlich abgeklärt werden.

Worauf bei der Auswahl achten?

Bei Shatavari-Produkten gibt es deutliche Qualitätsunterschiede zwischen den Marktangeboten. Sechs Kriterien helfen bei der Auswahl.

Pflanzenteil und Pflanzenalter

Bei Shatavari werden ausschließlich die Wurzelknollen verwendet. Hochwertige Pulver und Extrakte stammen aus drei- bis fünfjährigen Pflanzen, weil das Saponin- und Wirkstoffprofil mit dem Pflanzenalter zunimmt. Jüngere Pflanzen haben niedrigere Wirkstoffkonzentrationen. Auf dem Etikett sollte als verwendeter Pflanzenteil eindeutig "Wurzel" oder "Root" deklariert sein.

Bio-Qualität

Shatavari wächst in tropischen Klimazonen, ein erheblicher Teil des Marktangebots stammt aus konventionellem Anbau in Indien oder Sri Lanka. Kontrolliert biologischer Anbau nach EU-Öko-Verordnung schließt synthetische Pestizide und Herbizide aus. Bei einer Wurzelpflanze, die viele Jahre im Boden wächst und Substanzen aus dem Erdreich aufnimmt, ist Bio-Qualität ein Sicherheitsmerkmal. Greenic verwendet ausschließlich Shatavari aus kontrolliert biologischem Anbau.

Pulver oder Extrakt

Shatavari-Pulver entsteht durch Vermahlung der getrockneten Wurzel und enthält das vollständige Wirkstoff-Spektrum in seiner natürlichen Matrix. Shatavari-Extrakte werden mit Wasser oder Wasser-Alkohol-Gemischen aus der Wurzel gewonnen und auf bestimmte Leitsubstanzen, meist Shatavarin IV, standardisiert. Pulver ist die traditionellere Form und wird im Ayurveda klassisch verwendet. Extrakte sind höher konzentriert. Für die ergänzende Versorgung als Teil einer Frauenmischung wird häufig Pulver verwendet.

Reinheit ohne Zusatzstoffe

Hochwertige Shatavari-Produkte bestehen aus 100 Prozent Shatavari-Wurzel ohne Trennmittel, Aromen oder Süßungsmittel. Bei Kapseln sollten die Kapselhüllen pflanzlich (Hydroxypropylmethylcellulose oder Pullulan) sein. Bei Pulvern sollte als einzige Zutat Shatavari-Wurzelpulver aus kontrolliert biologischem Anbau stehen.

Kombination mit anderen Adaptogenen und Frauenpflanzen

Mono-Präparate enthalten ausschließlich Shatavari und sind für die fokussierte Einzelanwendung im klassischen ayurvedischen Sinn gedacht. Mehrkomponenten-Mischungen kombinieren Shatavari mit anderen traditionellen Frauenpflanzen oder Adaptogenen, was eine breitere Nährstoff-Basis schafft. Greenic Zyklus Balance kombiniert Shatavari (25 Prozent) mit Maca, Frauenmantel und Hibiskus für die zyklusbewusste Ernährung. Greenic Meno Balance kombiniert Shatavari (Hauptkomponente) mit Maca, Ashwagandha-Extrakt KSM-66, Mönchspfeffer-Extrakt und einem pflanzlichen Vitamin-B-Komplex für die Wechseljahres-Begleitung.

Transparenz der Mengenangaben

Bei Mehrkomponenten-Mischungen ist Transparenz bei den Einzelmengen entscheidend. Manche Hersteller deklarieren die Komponenten in Summen-Gruppen oder als "proprietary blend", ohne die einzelnen Mengen anzugeben. Hochwertige Produkte deklarieren den prozentualen Anteil jeder Zutat. Greenic gibt in beiden Frauenrezepturen die Anteile der Hauptkomponenten transparent an.

Greenic Shatavari-Produkte im Vergleich

Zyklus Balance: Bio-Shatavari mit 25 Prozent Anteil als zweitgrößte Komponente nach Maca (31 Prozent), kombiniert mit Frauenmantel, Hibiskus, Rote Bete, Curryblatt-Extrakt für Eisen und pflanzlichem Vitamin-B-Komplex. Tagesportion 5 Gramm.
Meno Balance: Bio-Shatavari als Hauptkomponente, kombiniert mit Maca (37 Prozent), Ashwagandha-Extrakt KSM-66 (3 Prozent), Mönchspfeffer-Extrakt (0,15 Prozent), Amla-Beere, Acerola und pflanzlichem Vitamin-B-Komplex. Tagesportion 5 Gramm.
Beide Produkte: Bio-Qualität, deutscher Herstellungsstandort, keine Aromen, keine Süßungsmittel, keine synthetischen Isolate.

Was nicht überzeugt

Shatavari-Produkte ohne Pflanzenteil-Deklaration, Produkte aus konventionellem Anbau, Mischungen mit synthetischen Aromen oder Süßungsmitteln, intransparente proprietary blends ohne Mengenangaben sowie Produkte mit unbekanntem Pflanzenalter erfüllen den Anspruch eines hochwertigen Shatavari nicht.

Greenic-Produkte mit Shatavari

Häufige Fragen zu Shatavari

Was ist Shatavari und wofür wird es traditionell verwendet?
Shatavari, botanisch Asparagus racemosus, ist eine kletternde Spargelpflanze aus dem indischen Subkontinent, deren Wurzelknollen seit über 2.000 Jahren im Ayurveda verwendet werden. Der Sanskrit-Name bedeutet wörtlich "die Hundertwurzelige" und verweist auf die büschelartig wachsenden Wurzeln. Im Ayurveda gilt Shatavari als die zentrale Frauenpflanze und wird zu den Rasayanas gezählt, also den Verjüngungs- und Stärkungspflanzen. Die Pflanze wird in den klassischen ayurvedischen Texten Charaka Samhita und Sushruta Samhita beschrieben und über alle weiblichen Lebensphasen hinweg eingesetzt: in der Pubertät zur Begleitung des heranreifenden Zyklus, im reproduktiven Alter zur allgemeinen Frauenpflege, traditionell auch in Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit (in der westlichen Anwendung jedoch nicht ohne ärztliche Begleitung) sowie in den Wechseljahren. Diese lebensphasenübergreifende Verwendung unterscheidet Shatavari von anderen traditionellen Frauenpflanzen, die meist auf einzelne Lebensphasen fokussiert sind. In der modernen Anwendung wird Shatavari als Pulver oder Extrakt in Wasser, warmer Milch (klassische ayurvedische Form), Smoothies oder als Bestandteil von Frauenmischungen eingenommen. Greenic verwendet Bio-Shatavari in zwei Produkten: Zyklus Balance für die zyklusbewusste Ernährung und Meno Balance für die Wechseljahres-Begleitung.
Welche Wirkstoffe enthält Shatavari und wie wirkt es?
Die Shatavari-Wurzel enthält mehrere Wirkstoffgruppen. Die Leitsubstanzen sind steroidale Saponine, die sogenannten Shatavarine (Shatavarin I bis IV), die in der Forschung als phytoöstrogene Verbindungen mit hormonmodulierenden Eigenschaften untersucht werden. Diese Verbindungen können in vitro an Östrogen-Rezeptoren binden, allerdings mit deutlich schwächerer Wirkstärke als körpereigene Östrogene. Hinzu kommen Mucopolysaccharide, schleimhaltige Pflanzenstoffe, die im Ayurveda traditionell mit einer befeuchtenden und stabilisierenden Wirkung auf Schleimhäute in Verbindung gebracht werden. Weitere Wirkstoffgruppen sind Isoflavone und Polyphenole als sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativen Eigenschaften sowie Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Eisen und Zink. Shatavari zählt sowohl im Ayurveda als auch in der westlichen Phytotherapie zu den Adaptogenen, also Pflanzen, die in der Forschung mit einer Unterstützung der körpereigenen Stressanpassung in Verbindung gebracht werden. Die adaptogene Wirkung wird auf das Zusammenspiel mehrerer Wirkstoffgruppen zurückgeführt. Wichtig: Die meisten verfügbaren Studien sind In-vitro-Untersuchungen oder tierexperimentelle Arbeiten. Eine pauschale Aussage zu hormonellen Effekten am Menschen ist auf Basis der aktuellen Datenlage nicht möglich. Für Shatavari gibt es in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen (Health Claims).
Was ist der Unterschied zwischen Shatavari und Mönchspfeffer?
Beide sind traditionelle Frauenpflanzen, unterscheiden sich aber grundlegend in Herkunft, Wirkmechanismus und Anwendungsspektrum. Shatavari (Asparagus racemosus) stammt aus dem indischen Ayurveda und ist eine Wurzelpflanze. Die Wirkstoffe sind steroidale Saponine (Shatavarine) und Mucopolysaccharide. Der vermutete Wirkmechanismus ist eine pflanzliche hormonähnliche und adaptogene Wirkung über Phytoöstrogene. Im Ayurveda wird Shatavari über alle Lebensphasen der Frau eingesetzt: Pubertät, reproduktives Alter, Kinderwunsch, Schwangerschaft (in der westlichen Anwendung jedoch nicht empfohlen), Wechseljahre und Postmenopause. Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) stammt aus dem Mittelmeerraum und ist ein Strauch mit pfefferkornähnlichen Früchten. Die Wirkstoffe sind Iridoidglykoside und Diterpene. Der wissenschaftlich diskutierte Wirkmechanismus ist eine dopamin-agonistische Wirkung an Dopamin-D2-Rezeptoren der Hypophyse, die zu einer leichten Senkung der Prolaktin-Spiegel führen kann. Mönchspfeffer wird vor allem bei PMS, Zyklusunregelmäßigkeiten, Mastodynie und latenter Hyperprolaktinämie eingesetzt. Die beiden Pflanzen ergänzen sich in der traditionellen Anwendung: Shatavari als breite Frauenpflege über alle Lebensphasen, Mönchspfeffer als gezielte Anwendung bei spezifischen Zyklusthemen. Greenic Meno Balance kombiniert beide Pflanzen, Shatavari als Hauptkomponente und Mönchspfeffer-Extrakt in Lebensmittel-Dosierung von 7,5 Milligramm pro Portion. Greenic Zyklus Balance enthält Shatavari (25 Prozent), aber keinen Mönchspfeffer.
Kann man Shatavari und Ashwagandha zusammen einnehmen?
Shatavari und Ashwagandha sind die beiden bekanntesten Adaptogene des Ayurveda und gelten dort als zentrales Frauen-Mann-Pflanzenpaar. Shatavari (Asparagus racemosus) wird in der ayurvedischen Tradition als die zentrale Frauenpflanze klassifiziert, Ashwagandha (Withania somnifera) als die zentrale Männerpflanze und allgemeine Stress- und Energieadaptogen. Beide werden in der ayurvedischen Praxis seit Jahrhunderten kombiniert eingenommen, vor allem in der Anwendung bei Frauen, wenn neben der Frauenpflege auch Stress- und Schlafthemen eine Rolle spielen. In der modernen ayurvedisch geprägten Anwendung wird die Kombination häufig empfohlen, wenn sowohl die zyklische oder hormonelle Begleitung als auch die Stressanpassung im Fokus stehen. Beide Adaptogene wirken über unterschiedliche Mechanismen: Shatavari über phytoöstrogene Saponine und Mucopolysaccharide, Ashwagandha über Withanolide. Die Kombination ergänzt sich daher pharmakologisch, ohne dass sich Wirkmechanismen direkt überschneiden. Greenic Meno Balance kombiniert beide Adaptogene: Shatavari als Hauptkomponente und Ashwagandha-Extrakt KSM-66 mit drei Prozent Anteil. Bei der Einnahme der beiden Pflanzen als Mono-Präparate sollte die Dosierung an den persönlichen Kontext angepasst werden. Bei diagnostizierten Erkrankungen oder hormonellen Therapien ist eine ärztliche Rücksprache empfehlenswert.
Welche Nebenwirkungen kann Shatavari haben und wer sollte vorsichtig sein?
Shatavari gilt in den üblichen Dosierungen als gut verträglich. In den meisten Fällen treten keine Nebenwirkungen auf. In Einzelfällen sind leichte Magen-Darm-Beschwerden, Hautreaktionen oder allergische Reaktionen möglich. Einige Personengruppen sollten dennoch vorsichtig sein oder die Einnahme ärztlich abklären. Bei bekannter Allergie gegen Spargelgewächse (Asparagaceae) ist Vorsicht angebracht, weil Kreuzallergien möglich sind. Bei hormonsensitiven Erkrankungen wie hormonabhängigen Tumoren sollte die Einnahme nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen, weil Shatavari pflanzliche hormonähnliche Verbindungen enthält, die in vitro an Östrogen-Rezeptoren binden können. Bei Einnahme hormoneller Medikamente, Diuretika oder bestimmter Herzmedikamente ist eine ärztliche Abstimmung sinnvoll, weil pharmakologische Wechselwirkungen nicht ausreichend untersucht sind. In Schwangerschaft und Stillzeit ist die Einnahme von Greenic-Produkten mit Shatavari nicht empfohlen. Auch wenn Shatavari im klassischen Ayurveda in diesen Lebensphasen verwendet wird, fehlen ausreichende Sicherheitsdaten für die westliche Anwendung. Bei chronischen Erkrankungen, vor geplanten Operationen oder bei unklaren Beschwerden sollte die Einnahme vorab ärztlich abgeklärt werden. Bei Kindern und Jugendlichen ist die Anwendung nicht etabliert und nicht empfohlen.

Verwandte Begriffe

Quellen

  • Bopana N, Saxena S. Asparagus racemosus - Ethnopharmacological evaluation and conservation needs. Journal of Ethnopharmacology. 2007;110(1):1–15. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17240097/

    Alok S, Jain SK, Verma A, Kumar M, Mahor A, Sabharwal M. Plant profile, phytochemistry and pharmacology of Asparagus racemosus (Shatavari): A review. Asian Pacific Journal of Tropical Disease. 2013;3(3):242–251.

    Sharma R, Jaitak V. Asparagus racemosus (Shatavari) targeting estrogen receptor α: An in-vitro and in-silico mechanistic study. Natural Product Research. 2019.

    Sharma K, Bhatnagar M. Asparagus racemosus (Shatavari): A versatile female tonic. International Journal of Pharmaceutical & Biological Archives. 2011;2(3):855–863.

    Charaka Samhita und Sushruta Samhita: Klassische ayurvedische Texte (ca. 5. Jahrhundert v.u.Z. bis 5. Jahrhundert u.Z.) mit Shatavari als zentrale Frauenpflanze.

    European Medicines Agency (EMA): Wissenschaftliche Bewertungen pflanzlicher Inhaltsstoffe.

    Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel.

    Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Einordnung pflanzlicher Lebensmittel-Bestandteile.

    Pole S. Ayurvedic Medicine: The Principles of Traditional Practice. Singing Dragon, 2013. Modernes Standardwerk zur westlich-praktizierten Ayurveda mit Shatavari als zentraler Frauenpflanze.