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WissenPrämenstruelles Syndrom (PMS)

Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) bezeichnet eine Kombination körperlicher, psychischer und kognitiver Beschwerden, die regelmäßig in der zweiten Zyklushälfte (Lutealphase) auftreten und mit Beginn der Menstruation abklingen. Etwa 75 Prozent der menstruierenden Frauen erleben mindestens leichte PMS-Symptome, bei etwa 20 bis 30 Prozent sind die Beschwerden so ausgeprägt, dass sie den Alltag spürbar beeinträchtigen. Eine schwere Form ist die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS), die in der ICD-11 als eigene Diagnose geführt wird und etwa 3 bis 8 Prozent der Frauen betrifft. PMS und PMDS sind keine Einbildung und keine Frage mangelnder Selbstkontrolle, sondern biologisch durch hormonelle Schwankungen im Zyklus begründet. Die Begleitung erfolgt auf mehreren Ebenen: bewusste Ernährung mit ausreichender Versorgung an Magnesium, Vitamin B6 und Calcium, regelmäßige Bewegung, Stressmanagement und Schlafhygiene. Pflanzliche Ansätze wie Mönchspfeffer-Extrakte werden in der Phytotherapie eingesetzt, bei stärkeren Beschwerden ist eine gynäkologische Abklärung der erste richtige Schritt. Greenic Zyklus Balance ist ein biologischer Vitalstoff-Komplex aus 14 Bio-Zutaten, der eine zyklusbewusste Ernährung über pflanzliche Mikronährstoffe und traditionelle Frauenpflanzen ergänzt.

Herkunft & Botanik

Der Begriff prämenstruelles Syndrom wurde 1953 durch die britische Ärztin Katharina Dalton und ihren Kollegen Raymond Greene wissenschaftlich definiert. Davor wurden die Beschwerden in der zweiten Zyklushälfte zwar beschrieben, aber selten als zusammenhängendes Syndrom erkannt. Schon Hippokrates erwähnte im antiken Griechenland zyklisch auftretende Beschwerden, in der traditionellen europäischen und chinesischen Phytotherapie wurden die Tage vor der Periode seit Jahrhunderten mit bestimmten Pflanzenanwendungen begleitet.

In der modernen Medizin ist PMS heute eine anerkannte Diagnose. Die schwerere Form, die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS), wurde 2013 erstmals offiziell in das amerikanische Diagnosehandbuch DSM-5 aufgenommen und ist seit 2019 auch in der internationalen Klassifikation ICD-11 als eigene Diagnose geführt.

PMS als biologisches Phänomen

PMS ist keine Einbildung, kein Charakterfehler und kein Zeichen mangelnder Selbstkontrolle. Die Symptome entstehen durch komplexe Wechselwirkungen zwischen den weiblichen Sexualhormonen Östrogen und Progesteron, Botenstoffen im Gehirn wie Serotonin, GABA und Dopamin sowie individueller hormoneller Empfindlichkeit. Nach dem Eisprung steigt zunächst Progesteron an, in den letzten Tagen vor der Periode fallen Östrogen und Progesteron gemeinsam ab. Dieser Hormonabfall ist der zentrale biologische Auslöser für die Beschwerden.

Wer ist betroffen

Studien zeigen eine breite Verteilung. Etwa 75 Prozent der menstruierenden Frauen berichten über mindestens leichte PMS-Symptome im Lauf ihres reproduktiven Lebens. Bei 20 bis 30 Prozent sind die Beschwerden so stark, dass sie den Alltag spürbar beeinträchtigen. Etwa 3 bis 8 Prozent erfüllen die diagnostischen Kriterien für die schwere Form PMDS. PMS tritt meist erstmals in den Zwanzigern oder Dreißigern auf und kann sich im Verlauf der reproduktiven Jahre verstärken, vor allem in der Perimenopause.

Risikofaktoren

Genetische Veranlagung spielt eine Rolle, PMS und PMDS treten in manchen Familien gehäuft auf. Weitere Faktoren, die mit stärkerer Ausprägung in Verbindung gebracht werden, sind chronischer Stress, Schlafmangel, einseitige Ernährung, übermäßiger Alkohol- und Koffeinkonsum, Bewegungsmangel, Übergewicht und psychische Belastungen wie Angststörungen oder Depression. Eine Geschichte von Traumata oder anhaltend hoher Stressbelastung kann die individuelle hormonelle Empfindlichkeit verstärken.

Abgrenzung zu normalen Zyklusbeschwerden

Leichte Veränderungen der Stimmung, des Schlafs oder des Körpergefühls in der Lutealphase sind biologisch normal und kein Krankheitsbild. Von PMS spricht man, wenn die Beschwerden regelmäßig auftreten, in den letzten 7 bis 14 Tagen vor der Periode konzentriert sind, mit Einsetzen der Menstruation abklingen und den Alltag spürbar beeinträchtigen. Diese Abgrenzung ist wichtig, weil leichte Schwankungen Teil des gesunden Zyklus sind.

Wirkprofil & Inhaltsstoffe

PMS äußert sich in einem breiten Symptomspektrum, das körperliche, psychische und kognitive Beschwerden umfasst. Die individuelle Ausprägung ist sehr unterschiedlich, manche Frauen erleben überwiegend körperliche, andere überwiegend psychische Symptome.

Häufige körperliche Symptome


Brustspannen und Brustschmerzen: Sehr häufig, durch Wassereinlagerung und hormonelle Empfindlichkeit der Brustdrüsen.
Wassereinlagerungen: Gefühl von Aufgequollensein, Ringe und Schuhe können enger werden, das Gewicht kann zyklisch um 1 bis 3 Kilogramm schwanken.
Bauchschmerzen, Blähungen, Verdauungsveränderungen: Verstopfung oder Durchfall, vor allem in den letzten Tagen vor der Periode.
Kopfschmerzen und Migräne: Bei vielen Frauen treten Kopfschmerzen zyklisch auf, hormonelle Migräne ist eine eigenständige Form.
Müdigkeit und Erschöpfung: Anhaltende Müdigkeit, vermehrtes Schlafbedürfnis.
Heißhunger und Appetit-Veränderungen: Besonders auf Süßes, Salziges oder Kohlenhydrate. Kann mit Schwankungen des Blutzuckers zusammenhängen.
Akne und Hautveränderungen: Hormonell bedingte Akne in der Lutealphase, oft an Kinn und Kiefer.
Schlafstörungen: Einschlaf- oder Durchschlafprobleme, unruhiger Schlaf.

Häufige psychische und kognitive Symptome

Stimmungsschwankungen: Reizbarkeit, schnelles Umschlagen zwischen Stimmungen, vermehrte Tränenneigung.
Niedergeschlagenheit und Antriebsschwäche: Gedrückte Stimmung, weniger Energie für Alltagsaktivitäten.
Angstgefühle und innere Unruhe: Verstärkte Sorgen, Anspannung, manchmal Panikgefühle.
Konzentrationsschwierigkeiten: Reduzierte mentale Klarheit, vermehrte Vergesslichkeit, gefühltes Brain Fog.
Soziale Empfindlichkeit: Stärkere Reaktion auf Kritik, das Bedürfnis nach Rückzug.

Die schwere Form: prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS)

PMDS ist eine schwere Variante von PMS mit ausgeprägter psychischer Belastung. Die ICD-11-Diagnose erfordert, dass mindestens fünf von elf definierten Symptomen in den meisten Zyklen vorhanden sind, mit Beginn in der Lutealphase und Abklingen innerhalb weniger Tage nach Einsetzen der Periode. Zu den diagnostischen Kernsymptomen gehören ausgeprägte Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Wut, depressive Verstimmung oder Hoffnungslosigkeit und Angstsymptome. Hinzu kommen reduziertes Interesse an Aktivitäten, Konzentrationsschwierigkeiten, anhaltende Müdigkeit, Appetitveränderungen, Schlafprobleme, Gefühl der Überforderung und körperliche Beschwerden.

Bei PMDS ist die psychische Belastung so ausgeprägt, dass Beziehungen, Beruf und Lebensqualität spürbar leiden. In schweren Fällen können auch suizidale Gedanken in der Lutealphase auftreten. PMDS erfordert eine fachärztliche Diagnose und Behandlung, in der Regel durch Gynäkologin und gegebenenfalls Psychiaterin. Selbstdiagnose und alleinige Selbstbegleitung sind bei Verdacht auf PMDS nicht ausreichend.

PMS-Selbsttest und Symptomtagebuch

Der diagnostische Standard für PMS und PMDS ist die prospektive Aufzeichnung der Symptome über mindestens zwei bis drei Zyklen. Ein einfaches Symptomtagebuch dokumentiert pro Tag des Zyklus die auftretenden Beschwerden in Intensität und Art. Online-Selbsttests können erste Hinweise geben, ersetzen aber keine fundierte Beobachtung und keine ärztliche Einschätzung. Wichtig ist, dass die Symptome in der Lutealphase konzentriert auftreten und mit der Periode abklingen. Treten Symptome dauerhaft auf, ist eine andere Ursache wahrscheinlich.

Bedeutung von Magnesium, Vitamin B6 und Calcium


Drei Mikronährstoffe werden in der Forschung zu PMS besonders untersucht.

Magnesium trägt zur normalen Muskelfunktion bei, zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung, zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zur normalen psychischen Funktion und zu einer normalen Eiweißsynthese.
Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei, zur normalen psychischen Funktion, zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zu einem normalen Energiestoffwechsel.
Calcium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei und zu einem normalen Energiestoffwechsel.

Diese drei Mikronährstoffe sind in der Lutealphase besonders relevant, weil sie zentrale Funktionen für Nervensystem, Muskel- und Stimmungsregulation übernehmen. Eine ausreichende Versorgung ist Teil einer bewussten Lebensstil-Begleitung.

Bedeutung von Eisen rund um die Periode

Mit Beginn der Menstruation verlieren Frauen Eisen über das Menstruationsblut. Eisen trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei und zur normalen Bildung roter Blutkörperchen. Wer bereits in der Lutealphase eine reduzierte Eisenversorgung hat, erlebt die ersten Tage der Periode oft als besonders kräftezehrend.

Anwendung

Die Begleitung von PMS erfolgt auf mehreren Ebenen. Eine umfassende Strategie kombiniert Ernährung, Bewegung, Schlafhygiene, Stressmanagement, gegebenenfalls pflanzliche Anwendungen und bei stärkeren Beschwerden ärztliche Begleitung.

Ernährung in der Lutealphase


In den 7 bis 14 Tagen vor der Periode kann eine gezielte Anpassung der Ernährung die Versorgung mit zyklusrelevanten Mikronährstoffen verbessern und einige typische PMS-Auslöser reduzieren.

Komplexe Kohlenhydrate priorisieren: Vollkornprodukte, Hafer, Hülsenfrüchte und Süßkartoffeln stabilisieren den Blutzucker und reduzieren Heißhunger-Spitzen.
Magnesium-reiche Lebensmittel: Dunkle Schokolade (über 70 Prozent Kakao), Nüsse, Samen, Vollkornprodukte, grünes Blattgemüse und Hülsenfrüchte.
Vitamin-B6-Quellen: Bananen, Avocado, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hähnchen, Lachs.
Calcium-reiche Lebensmittel: Grünes Blattgemüse, Sesam, Mandeln, Tofu, calciumreiche Mineralwässer, Milchprodukte (bei guter Verträglichkeit).
Eisenreiche Lebensmittel: Linsen, Bohnen, Tofu, grünes Blattgemüse, Vollkornprodukte. Kombiniert mit Vitamin C aus Beeren, Zitrusfrüchten oder Hagebuttenpulver wird die Aufnahme verbessert.

Was in der Lutealphase eher reduziert werden sollte

Übermäßiger Zucker und süße Getränke können die Insulin- und Blutzuckerschwankungen verstärken und prämenstruelle Stimmungstiefs vertiefen. Alkohol und übermäßiger Koffeinkonsum werden in der Phytotherapie traditionell mit verstärkten Stimmungs- und Schlafproblemen in Verbindung gebracht. Stark salzige Lebensmittel können Wassereinlagerungen verstärken. Eine bewusste Reduktion dieser Kategorien in der Lutealphase wird in vielen Empfehlungen genannt.

Bewegung als Stimmungsregulator

Regelmäßige Bewegung gehört zu den am besten untersuchten Maßnahmen bei PMS. Aerobes Training, Yoga und Krafttraining wurden in Studien mit Verbesserungen bei Stimmung, Schlaf und körperlichen PMS-Symptomen in Verbindung gebracht. Wichtig: regelmäßig und kontinuierlich, nicht nur in der Lutealphase. In der Lutealphase wird moderate Belastung oft als angenehmer empfunden als hochintensive Einheiten. Yoga, Spaziergänge in der Natur, Schwimmen und sanftes Krafttraining sind häufig genannte Empfehlungen.

Schlafhygiene

Schlaf hat einen direkten Einfluss auf PMS-Symptome. Schlafmangel verstärkt typischerweise Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und Heißhunger. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus, ein abgedunkeltes und kühles Schlafzimmer, Reduktion der Bildschirmzeit am Abend und der Verzicht auf späte koffeinhaltige Getränke unterstützen die Schlafqualität.

Stressmanagement

Chronischer Stress kann PMS-Symptome verstärken, weil das Stresshormon Cortisol mit der Sexualhormon-Achse interagiert. Strategien zur Stressreduktion umfassen Meditation, Atemübungen, Yoga, Tagebuchschreiben, Naturzeit und ausreichend soziale Verbindung. Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) wurde in Studien als wirksam bei der Bewältigung von PMS und PMDS untersucht.

Pflanzliche Ansätze in der Phytotherapie

In der Phytotherapie werden mehrere Pflanzen bei PMS eingesetzt. Die wissenschaftliche Datenlage variiert.

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus): Die am besten untersuchte pflanzliche Anwendung bei PMS. Standardisierte Phytopharmaka in arzneilicher Dosierung sind in mehreren klinischen Studien untersucht worden. Detaillierte Informationen im Glossar-Eintrag Mönchspfeffer.
Safran (Crocus sativus): In Studien, vor allem in der Forschung aus dem Iran, wurde Safran-Extrakt bei PMS mit depressiver Komponente untersucht und mit Verbesserungen in Verbindung gebracht.
Johanniskraut (Hypericum perforatum): In der Phytotherapie traditionell bei PMS mit depressiver Komponente eingesetzt. Wichtig: Johanniskraut hat Wechselwirkungen mit vielen Medikamenten, vor allem mit der Pille, deren Wirkung gehemmt werden kann.
Ginkgo (Ginkgo biloba): In kleineren Studien bei PMS mit Wassereinlagerungen und Brustspannen untersucht.
Maca (Lepidium meyenii) und Shatavari (Asparagus racemosus): Traditionell als ausgleichende Frauenpflanzen, mit Anwendung über alle Zyklusphasen.

Ärztliche Optionen bei stärkeren Beschwerden

Bei stärkeren PMS-Beschwerden, vor allem bei PMDS, sind ärztliche Optionen sinnvoll. Hormonelle Verhütungsmittel können in einigen Fällen die hormonellen Schwankungen ausgleichen und PMS-Symptome reduzieren. Bei PMDS gehören selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) wie Fluoxetin oder Sertralin in fachärztlicher Verschreibung zu den am besten untersuchten Behandlungsoptionen, oft in einer Anwendung, die auf die Lutealphase begrenzt ist. Eine kognitive Verhaltenstherapie kann ergänzend hilfreich sein. Diese Entscheidungen sollten mit Gynäkologin und gegebenenfalls Psychiaterin individuell abgestimmt werden.

Pflanzliche Mikronährstoff-Komplexe als tägliche Ergänzung

Eine konzentrierte pflanzliche Mischung kombiniert mehrere traditionell in der Frauenheilkunde verwendete Pflanzen mit zugelassenen Vitamin- und Mikronährstoff-Komponenten. Sie ersetzt keine ärztliche Therapie bei diagnostiziertem PMDS, kann aber als tägliche Ernährungs-Begleitung im Zyklus eine Rolle spielen. Greenic Zyklus Balance kombiniert 14 Bio-Zutaten, darunter Maca, Shatavari, Frauenmantel, Rote Bete, Hibiskusblüten, Curryblatt-Extrakt als pflanzliche Eisenquelle und einen pflanzlichen Vitamin-B-Komplex aus Pflanzenextrakten. Eine Tagesportion à 5 Gramm liefert 56,4 Prozent der Vitamin-B6-Referenzmenge und 20 Prozent der Eisen-Referenzmenge.

Worauf bei der Auswahl achten?

Bei der Auswahl einer pflanzlichen Mikronährstoff-Begleitung im Zyklus und bei PMS gibt es klare Unterscheidungen zwischen den Marktangeboten. Sechs Kriterien helfen bei der Einordnung.

Lebensmittel oder Phytopharmakon


Bei spezifischen, stärker ausgeprägten PMS-Symptomen wie ausgeprägten Brustspannen, deutlichen Stimmungsschwankungen oder Mastodynie ist ein arzneilich zugelassenes Phytopharmakon aus der Apotheke die richtige Wahl. Standardisierte Mönchspfeffer-Extrakte in arzneilicher Dosierung haben klinische Studien durchlaufen und sind für gezielte Anwendung positioniert. Nahrungsergänzungsmittel mit Mönchspfeffer in Lebensmittel-Dosierung sind für die ergänzende Ernährungs-Begleitung im Rahmen einer Frauenmischung gedacht.

Bio-Qualität

Bei einem täglich eingenommenen Mikronährstoff-Komplex schließt EU-Bio-Zertifizierung synthetische Pestizide und Herbizide aus. Greenic Zyklus Balance ist über alle 14 Komponenten EU-Bio-zertifiziert.

Pflanzliche oder synthetische Vitamin-Quellen

Vitamine in Nahrungsergänzungsmitteln können aus pflanzlichen Extrakten oder als isolierte synthetische Substanzen vorliegen. Pflanzliche Vitamin-Komplexe enthalten die Vitamine in ihrer natürlichen Pflanzenmatrix gemeinsam mit Bioflavonoiden, Carotinoiden und sekundären Pflanzenstoffen. Synthetische Vitamin-Isolate sind oft günstiger und kommen in höheren Konzentrationen pro Portion vor. Wer Wert auf natürliche Pflanzenmatrix legt, wählt einen pflanzlichen Komplex.

Magnesium und Calcium in der PMS-Begleitung

Magnesium und Calcium sind zwei Mikronährstoffe, die in der PMS-Forschung als relevant beschrieben werden. Bei stärkerer Symptomatik wird in einigen Empfehlungen eine zusätzliche Magnesium-Versorgung über separate Magnesium-Präparate ergänzend zur Frauenmischung erwogen, ideal in Form von gut bioverfügbaren Magnesium-Verbindungen wie Magnesiumbisglycinat. Calcium kann über calciumreiche Lebensmittel und gegebenenfalls ein separates Bio-Brennnesselpulver als pflanzliche Calciumquelle ergänzt werden.

Traditionelle Frauenpflanzen

Eine hochwertige Mischung kombiniert mehrere traditionell verwendete Pflanzen aus verschiedenen Heilkunde-Traditionen. Maca aus den peruanischen Anden, Shatavari aus dem indischen Ayurveda und Frauenmantel aus der europäischen Phytotherapie sind drei komplementäre Frauenpflanzen mit unterschiedlichen Wirkprofilen.

Transparenz, Reinheit und Aromen

Hochwertige Bio-Mischungen sind transparent in den Mengenangaben einzelner Komponenten, verzichten auf Aromen, Süßungsmittel und Trennmittel und sind klar deklariert. Auf dem Etikett sollten alle Komponenten mit prozentualen Anteilen aufgeführt sein, ohne intransparente proprietary blends.

Nicht für Schwangerschaft und Stillzeit

Mischungen mit Komponenten wie Shatavari oder Frauenmantel sind für die Begleitung des nicht-schwangeren Zyklus konzipiert und nicht für Schwangerschaft und Stillzeit zugelassen. Diese Einschränkung sollte klar deklariert sein. Bei diagnostiziertem PMDS, bei Einnahme hormoneller Medikamente oder von SSRI ist eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme empfehlenswert. Mönchspfeffer-haltige Produkte sollten generell bei hormonsensitiven Erkrankungen, in der Schwangerschaft und bei dopaminerg wirkenden Medikamenten nicht ohne ärztliche Rücksprache eingenommen werden.

Greenic Zyklus Balance im Vergleich

Inhaltsstoffe: 14 reine Bio-Zutaten mit Maca 31 Prozent, Shatavari 25 Prozent, Frauenmantel 12 Prozent, Rote Bete, Hibiskusblüten, Curryblatt-Extrakt 1,3 Prozent als pflanzliche Eisenquelle.
Bio-Qualität: Alle Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau, EU-Bio-zertifiziert.
Vitamin-Quelle: pflanzlicher Vitamin-B-Komplex aus Pflanzenextrakten (Guave, Spirulina, Hefe), keine synthetischen Isolate.
Eisen-Quelle: Curryblatt-Extrakt (Murraya koenigii) als pflanzliches Eisen.
Aromen und Süßungsmittel: keine.
Pro Tagesportion: 71,8 Prozent Vitamin B1, 56,4 Prozent Vitamin B6, 48 Prozent Biotin, 32 Prozent Vitamin B12, 20 Prozent Eisen der jeweiligen Referenzmenge.
Positionierung: tägliche Ernährungs-Begleitung des gesunden, nicht-schwangeren Zyklus, kein Ersatz für arzneilich indizierte Therapien.

Was nicht überzeugt

PMS-Mischungen mit synthetischen Vitamin-Isolaten und Eisensulfat in hohen Dosierungen ohne natürliche Begleitmatrix, Produkte ohne Bio-Zertifizierung, Mischungen mit künstlichen Aromen und Süßungsmitteln, intransparente proprietary blends ohne Mengenangaben sowie Produkte, die mit therapeutisch klingenden Wirkungsversprechen gegen PMS oder PMDS werben, erfüllen den Anspruch einer hochwertigen Bio-Ernährungs-Begleitung nicht.

Greenic-Produkte mit Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Häufige Fragen zu Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Was ist PMS und welche Symptome gehören dazu?
Das prämenstruelle Syndrom (PMS) bezeichnet eine Kombination körperlicher, psychischer und kognitiver Beschwerden, die regelmäßig in der zweiten Zyklushälfte (Lutealphase, etwa 7 bis 14 Tage vor der Periode) auftreten und mit Einsetzen der Menstruation abklingen. Häufige körperliche Symptome sind Brustspannen, Wassereinlagerungen, Blähungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Heißhunger, Akne und Schlafstörungen. Häufige psychische und kognitive Symptome sind Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, innere Unruhe, Angstgefühle und Konzentrationsschwierigkeiten. Die individuelle Ausprägung ist sehr unterschiedlich, manche Frauen erleben überwiegend körperliche, andere überwiegend psychische Symptome. Etwa 75 Prozent der menstruierenden Frauen berichten über mindestens leichte PMS-Symptome, bei 20 bis 30 Prozent sind die Beschwerden so ausgeprägt, dass sie den Alltag spürbar beeinträchtigen. PMS entsteht durch komplexe Wechselwirkungen zwischen Östrogen, Progesteron, Botenstoffen wie Serotonin und individueller hormoneller Empfindlichkeit. Der zentrale biologische Auslöser ist der Hormonabfall in den letzten Tagen vor der Periode. PMS ist keine Einbildung und kein Charakterfehler, sondern ein biologisch begründetes Geschehen.
Was ist der Unterschied zwischen PMS und PMDS?
PMS ist die häufige, meist mild bis mittelgradig ausgeprägte Form, die etwa 75 Prozent aller menstruierenden Frauen mindestens leicht erleben. PMDS, die prämenstruelle dysphorische Störung, ist eine schwere Variante, die etwa 3 bis 8 Prozent der Frauen betrifft und seit 2019 in der internationalen Klassifikation ICD-11 als eigene Diagnose geführt wird. PMDS unterscheidet sich von PMS vor allem in der Intensität und der psychischen Belastung. Die Diagnose erfordert, dass mindestens fünf von elf definierten Symptomen in den meisten Zyklen vorhanden sind, mit Beginn in der Lutealphase und Abklingen innerhalb weniger Tage nach Beginn der Periode. Zu den diagnostischen Kernsymptomen gehören ausgeprägte Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Wut, depressive Verstimmung oder Hoffnungslosigkeit und Angstsymptome. Hinzu kommen reduziertes Interesse an Aktivitäten, Konzentrationsschwierigkeiten, anhaltende Müdigkeit, Appetitveränderungen, Schlafprobleme, Gefühl der Überforderung und körperliche Beschwerden. Bei PMDS ist die psychische Belastung so ausgeprägt, dass Beziehungen, Beruf und Lebensqualität spürbar leiden. In schweren Fällen können auch suizidale Gedanken in der Lutealphase auftreten. PMDS erfordert eine fachärztliche Diagnose und Behandlung, in der Regel durch Gynäkologin und gegebenenfalls Psychiaterin. Bei Verdacht auf PMDS ist eine alleinige Selbstbegleitung nicht ausreichend, eine ärztliche Abklärung ist der erste Schritt.
Was hilft natürlich bei PMS?
Eine umfassende natürliche Begleitung bei PMS kombiniert Ernährung, Bewegung, Schlafhygiene, Stressmanagement und gegebenenfalls pflanzliche Anwendungen. In der Ernährung haben sich komplexe Kohlenhydrate, magnesiumreiche Lebensmittel (dunkle Schokolade, Nüsse, grünes Blattgemüse), Vitamin-B6-Quellen (Bananen, Avocado, Hülsenfrüchte) und calciumreiche Lebensmittel bewährt. Eine Reduktion von Zucker, Alkohol, übermäßigem Koffein und stark salzigen Lebensmitteln in der Lutealphase kann typische Symptome wie Wassereinlagerungen und Stimmungstiefs mildern. Regelmäßige Bewegung gehört zu den am besten untersuchten Maßnahmen, aerobes Training und Yoga wurden in Studien mit Verbesserungen bei Stimmung und körperlichen Symptomen in Verbindung gebracht. Schlafhygiene und Stressmanagement durch Meditation, Atemübungen oder Naturzeit sind weitere wichtige Säulen. In der Phytotherapie werden Mönchspfeffer (vor allem als standardisierter Extrakt), Safran-Extrakt (in Studien bei depressiver Komponente untersucht), Johanniskraut (bei depressiver PMS-Komponente, allerdings mit Wechselwirkungs-Risiken) und Maca traditionell eingesetzt. Pflanzliche Mikronährstoff-Komplexe wie Greenic Zyklus Balance ergänzen mit pflanzlichem Vitamin-B-Komplex, Eisen aus Bio-Curryblatt-Extrakt und traditionellen Frauenpflanzen die tägliche Ernährung. Wichtig: Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei, Magnesium zu einer normalen psychischen Funktion und zur normalen Funktion des Nervensystems. Bei stärkeren Beschwerden ist ärztliche Begleitung der richtige Weg.
PMS oder Schwangerschaft, wie kann ich das unterscheiden?
Die frühen Anzeichen einer Schwangerschaft und PMS-Symptome ähneln sich tatsächlich auffallend, weil beide durch hormonelle Veränderungen verursacht werden. Gemeinsame Symptome sind Brustspannen, leichte Übelkeit, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Heißhunger und leichte Unterleibsbeschwerden. Eine sichere Unterscheidung ist nur durch einen Schwangerschaftstest möglich, der das Schwangerschaftshormon HCG im Urin nachweist. HCG ist etwa 10 bis 14 Tage nach dem Eisprung im Urin nachweisbar, also kurz bevor oder zum Zeitpunkt der erwarteten Periode. Bei Verdacht auf eine Schwangerschaft ist ein Test mit dem ersten Morgenurin ab dem Tag der erwarteten Periode am zuverlässigsten. Ein einzelnes Symptom oder eine Symptom-Kombination erlaubt keine sichere Unterscheidung. Hinweise, die für eine Schwangerschaft sprechen können, sind besonders empfindliche Brüste, anhaltende Übelkeit am Morgen, ausbleibende Periode und ungewöhnlich starke Müdigkeit. Hinweise, die für PMS sprechen, sind ein vertrautes Muster der Beschwerden in der gewohnten Lutealphasen-Dauer und das Abklingen mit Einsetzen der Menstruation. Bei ausbleibender Periode und Symptomen sollte ein Schwangerschaftstest erfolgen. Bei wiederholten Verwechslungen oder anhaltenden Unsicherheiten ist eine gynäkologische Abklärung sinnvoll.
Wann sollte ich mit PMS oder PMDS zur Ärztin gehen?
Eine ärztliche Abklärung ist immer dann sinnvoll, wenn PMS-Symptome den Alltag spürbar beeinträchtigen oder wenn der Verdacht auf PMDS besteht. Konkret sollte ein Termin bei Gynäkologin oder Hausärztin vereinbart werden, wenn die Symptome jeden Zyklus stark ausgeprägt sind und Beruf, Beziehungen oder Lebensqualität deutlich leiden. Wenn Stimmungsschwankungen, Depressivität, Reizbarkeit oder Angstgefühle in der Lutealphase so intensiv sind, dass sie als belastend empfunden werden, ist eine fachärztliche Einschätzung wichtig. Wenn suizidale Gedanken in der Lutealphase auftreten, ist eine sofortige professionelle Unterstützung notwendig, zum Beispiel über die Telefonseelsorge (0800 1110111 oder 0800 1110222, kostenfrei) oder den ärztlichen Notdienst. Auch bei plötzlichem Auftreten neuer Symptome im mittleren oder späten reproduktiven Alter, bei Verdacht auf hormonelle Erkrankungen oder bei gleichzeitig auftretenden anderen Zyklusproblemen ist eine ärztliche Abklärung der richtige Schritt. Der diagnostische Standard ist die prospektive Aufzeichnung der Symptome über mindestens zwei bis drei Zyklen mit einem Symptomtagebuch. Diese Aufzeichnung erleichtert auch das ärztliche Gespräch erheblich. Bei PMDS gehören neben Lebensstil-Maßnahmen auch hormonelle Optionen und in vielen Fällen selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) zu den am besten untersuchten Behandlungsansätzen, die nur ärztlich verordnet werden können.

Verwandte Begriffe

Quellen

  • American Psychiatric Association (APA). Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5). 2013. Aufnahme der prämenstruellen dysphorischen Störung als eigene Diagnose.

    World Health Organization (WHO). International Classification of Diseases (ICD-11). 2019. PMDS-Diagnose unter der Kategorie der gynäkologischen Erkrankungen.

    Yonkers KA, O'Brien PMS, Eriksson E. Premenstrual syndrome. The Lancet. 2008;371(9619):1200–1210. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18395582/

    Halbreich U, Backstrom T, Eriksson E, et al. Clinical diagnostic criteria for premenstrual syndrome and guidelines for their quantification for research studies. Gynecological Endocrinology. 2007;23(3):123–130.

    Schellenberg R. Treatment for the premenstrual syndrome with agnus castus fruit extract: prospective, randomised, placebo controlled study. British Medical Journal. 2001;322(7279):134–137.

    Agha-Hosseini M, Kashani L, Aleyaseen A, et al. Crocus sativus L. (saffron) in the treatment of premenstrual syndrome: a double-blind, randomised and placebo-controlled trial. BJOG. 2008;115(4):515–519.

    Whelan AM, Jurgens TM, Naylor H. Herbs, vitamins and minerals in the treatment of premenstrual syndrome: a systematic review. Canadian Journal of Clinical Pharmacology. 2009;16(3):e407–e429.

    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): Leitlinien zum prämenstruellen Syndrom. https://www.dggg.de/

    Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Magnesium, Vitamin B6, Calcium und Eisen.

    European Food Safety Authority (EFSA): Zugelassene Health Claims für Magnesium, Vitamin B6, Calcium und Eisen.

    Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel.

    Frauenärzte im Netz: Patientinneninformation zum prämenstruellen Syndrom. https://www.frauenaerzte-im-netz.de/