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WissenFrauenmantel

Frauenmantel

Frauenmantel, botanisch Alchemilla vulgaris, ist eine in Europa heimische Wildpflanze und gehört seit dem Mittelalter zu den zentralen Frauenpflanzen der europäischen Phytotherapie. Der deutsche Name verweist auf die jahrhundertelange Anwendung in der Frauenheilkunde, der botanische Gattungsname Alchemilla leitet sich vom arabischen Wort für Alchemie ab und spielt auf die mystische Wirkung an, die mittelalterliche Alchemisten dem Tau zuschrieben, der morgens in den charakteristisch gefalteten Blättern der Pflanze sammelt. Hildegard von Bingen, Paracelsus und Sebastian Kneipp beschrieben Frauenmantel in ihren Werken als Frauenpflanze. In der modernen Phytotherapie wird Frauenmantel mit den enthaltenen Gerbstoffen (Tanninen), Flavonoiden und Salicylsäure in Verbindung gebracht. Anders als phytoöstrogen wirkende Frauenpflanzen wie Shatavari oder Rotklee enthält Frauenmantel keine bekannten pflanzlichen Östrogene, die traditionelle Anwendung wird über das Wirkprofil der zusammenziehenden Gerbstoffe und der allgemeinen pflanzlichen Matrix erklärt. Greenic verwendet Bio-Frauenmantel mit 12 Prozent Anteil in Zyklus Balance, einem biologischen Vitalstoff-Komplex für die zyklusbewusste Ernährung, kombiniert mit Maca, Shatavari, Rote Bete, Hibiskusblüten und einem pflanzlichen Vitamin-B-Komplex.

Herkunft & Botanik

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Pflanze ist in den gemäßigten Klimazonen Europas heimisch und wächst bevorzugt auf feuchten Wiesen, an Wegrändern, in lichten Wäldern und in Bergregionen bis etwa 2.500 Meter Höhe. Charakteristisch sind die fächerförmig gefalteten, leicht behaarten Blätter, die gelblich-grünen rispenartigen Blüten und das Tau-Tropfen-Phänomen: Auf den wachsabweisenden Blättern sammeln sich morgens kleine glitzernde Wassertropfen, sowohl aus dem nächtlichen Tau als auch aus dem aktiven Guttations-Prozess der Pflanze selbst, bei dem überschüssiges Wasser über die Blattränder ausgeschieden wird.

Der Name und seine Bedeutung

Der deutsche Name Frauenmantel verweist auf die Form des gefalteten Blattes, das in der christlichen Mariendarstellung des Mittelalters mit dem Mantel der Maria assoziiert wurde. Diese Symbolik ist auch der Hintergrund für die jahrhundertelange Anwendung der Pflanze in der Frauenheilkunde. Der botanische Gattungsname Alchemilla geht auf das arabische Wort für Alchemie zurück und verweist auf die mystische Bedeutung des Tau-Wassers, das sich in den Blättern sammelt. Mittelalterliche Alchemisten betrachteten dieses Wasser als kraftvolle, magisch aufgeladene Flüssigkeit und nutzten es für ihre Experimente.

Historische Anwendung in der europäischen Phytotherapie


Frauenmantel hat eine ungewöhnlich lange Tradition als Frauenpflanze. Hildegard von Bingen erwähnte die Pflanze im 12. Jahrhundert in ihrer Physica. Paracelsus, der Begründer der modernen Pharmakologie, beschrieb Frauenmantel im 16. Jahrhundert in seinen Schriften zur Heilpflanzenkunde. Sebastian Kneipp etablierte die Pflanze im 19. Jahrhundert systematisch in seiner Wasser- und Pflanzenheilkunde. Im klassischen Hausgebrauch wurde Frauenmantel als Tee, als alkoholische Tinktur und in Form von Sitzbädern eingesetzt. Die Anwendungsbereiche umfassten Zyklusbeschwerden, prämenstruelle Beschwerden, die Begleitung des Wochenbetts in der Volksmedizin (in der modernen Anwendung wird dies nicht empfohlen ohne ärztliche Begleitung), Wundheilung und Verdauungsbeschwerden.

Verwendete Pflanzenteile

Beim Frauenmantel werden ausschließlich die oberirdischen Pflanzenteile zur Blütezeit verwendet, also Blätter, Blüten und obere Stängelteile. Sie werden zwischen Juni und August geerntet, gereinigt, schonend getrocknet und entweder als ganzes Kraut für Tees aufbewahrt, vermahlen zu Pulver oder zu alkoholisch-wässrigen Extrakten weiterverarbeitet. Die Wurzeln werden nicht eingesetzt.

Arten und Unterscheidungen

Die Gattung Alchemilla umfasst etwa 1.000 Arten weltweit, davon mehrere Dutzend in Europa. Die in der Phytotherapie verwendete Hauptart ist Alchemilla vulgaris im weiteren Sinne, ein Komplex sehr ähnlicher Arten. Weicher Frauenmantel (Alchemilla mollis) ist eine Garten-Zierpflanze und wird in der Phytotherapie nicht eingesetzt. Beim Kauf von Frauenmantel-Tee oder -Pulver für Anwendungszwecke sollte auf die korrekte Art Alchemilla vulgaris geachtet werden.

Wirkstoffprofil

Frauenmantel enthält mehrere Wirkstoffgruppen.

Gerbstoffe (Tannine): Die Leitsubstanzen, vor allem Ellagitannine wie Pedunculagin und Agrimoniin. Tannine wirken zusammenziehend (adstringierend) auf Schleimhäute und werden in der Phytotherapie traditionell bei leichten Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.
Flavonoide: Quercetin, Kaempferol und ihre Glykoside als sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativen Eigenschaften.
Salicylsäure und Phenolcarbonsäuren: In geringen Mengen enthalten.
Phytosterole: Pflanzliche Sterolverbindungen.

Wichtige Klarstellung: Frauenmantel enthält keine bekannten Phytoöstrogene oder hormonähnlichen Verbindungen, anders als Rotklee, Soja oder Shatavari. Die traditionelle Anwendung in der Frauenheilkunde wird in der modernen Pharmakologie über das Wirkprofil der Gerbstoffe und der pflanzlichen Begleitstoffe erklärt, nicht über eine hormonelle Wirkung im engeren Sinne. Eine direkte hormonelle Wirkung am Menschen ist wissenschaftlich nicht belegt.

Wirkprofil & Inhaltsstoffe

Das Wirkprofil von Frauenmantel basiert auf Gerbstoffen, Flavonoiden und einer langen volksmedizinischen Tradition, die wissenschaftlich nur teilweise untersucht ist. Anders als bei Mönchspfeffer (klinisch gut untersucht) oder Shatavari (in Ayurveda-Studien gut dokumentiert) ist die moderne Studienlage zu Frauenmantel deutlich dünner.

Gerbstoffe als zentrale Wirkstoffgruppe

Gerbstoffe (Tannine), insbesondere Ellagitannine wie Pedunculagin und Agrimoniin, sind die mengenmäßig wichtigsten Wirkstoffe in Frauenmantel. In der Phytotherapie werden Tannine traditionell mit einer adstringierenden Wirkung in Verbindung gebracht, also einer zusammenziehenden Wirkung auf Schleimhäute und kleinere Blutgefäße. Diese Eigenschaft erklärt die historische Anwendung bei leichten Durchfall-Beschwerden, bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum und in der Wundheilung als äußerliche Anwendung. Tannine sind in vielen Heilpflanzen verbreitet, beispielsweise auch in Schwarztee, Eichenrinde, Hamamelis oder Heidelbeerblättern.

Flavonoide und sekundäre Pflanzenstoffe

Die enthaltenen Flavonoide Quercetin und Kaempferol sowie ihre Glykoside werden in der Forschung als antioxidative sekundäre Pflanzenstoffe untersucht. Sie sind in vielen Pflanzen verbreitet und werden mit der Neutralisierung freier Radikale in Verbindung gebracht. Die Konzentration im Frauenmantel ist moderat im Vergleich zu spezifischen Flavonoid-Quellen wie Beeren oder Zwiebeln.

Traditionelle Anwendungsfelder in der Frauenheilkunde

In der europäischen Phytotherapie wird Frauenmantel seit dem Mittelalter in mehreren frauenheilkundlichen Bereichen eingesetzt. Die wissenschaftliche Datenlage ist hier deutlich dünner als bei Mönchspfeffer, die Anwendung beruht überwiegend auf der traditionellen Verwendung.

Zyklusbeschwerden: In der traditionellen Phytotherapie als allgemein ausgleichende Pflanze für den Zyklus eingesetzt, oft in Kombination mit anderen Frauenkräutern wie Schafgarbe oder Hirtentäschel.
Prämenstruelle Beschwerden: Traditionell bei leichten prämenstruellen Beschwerden verwendet, gut belegte klinische Studien fehlen.
Lutealinsuffizienz: In der Volksmedizin bei vermuteter Gelbkörperschwäche eingesetzt. Eine wissenschaftlich belastbare Evidenz für eine progesteron-fördernde Wirkung fehlt.
Wochenbett (historisch): In der klassischen Volksmedizin als unterstützende Pflanze nach der Geburt eingesetzt. In der modernen Anwendung wird Frauenmantel in Schwangerschaft und Stillzeit nicht ohne ärztliche oder hebammenliche Begleitung empfohlen.
Wechseljahres-Übergang: Traditionell auch in der Übergangsphase eingesetzt, hier ist die Datenlage besonders dünn.

Was die moderne Studienlage zeigt

Die wissenschaftliche Forschung zu Frauenmantel ist deutlich kleiner als zu Mönchspfeffer oder Shatavari. Verfügbare Studien beschränken sich überwiegend auf in-vitro-Untersuchungen zu antioxidativen und antimikrobiellen Eigenschaften der Gerbstoffe sowie auf einzelne tierexperimentelle Arbeiten. Klinische Studien am Menschen sind selten und meist mit kleinen Probandinnen-Zahlen und methodischen Limitationen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat keine Community Herbal Monograph für Frauenmantel verabschiedet, was den Status als gut etablierte Heilpflanze in der europäischen Phytotherapie einschränkt.

Wichtige rechtliche Einordnung: Für Frauenmantel gibt es in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen (Health Claims). Die Anwendung erfolgt im Rahmen der traditionellen Pflanzenheilkunde, nicht auf Basis arzneilich nachgewiesener Wirksamkeit.

Frauenmantel im Vergleich zu anderen Frauenpflanzen

Frauenmantel unterscheidet sich von anderen Frauenpflanzen durch sein spezifisches Wirkprofil. Im Vergleich zu Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus), der nachgewiesen über das hypophysäre Hormonsystem wirkt und die Prolaktin-Spiegel beeinflussen kann, hat Frauenmantel keine bekannte hormonelle Wirkung. Im Vergleich zu Shatavari (Asparagus racemosus) mit seinen phytoöstrogenen Saponinen ist Frauenmantel rein über Gerbstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe charakterisiert. Im Vergleich zu Rotklee mit seinen Isoflavonen enthält Frauenmantel keine östrogen-ähnlichen Verbindungen. Damit ist Frauenmantel eine vergleichsweise milde, allgemein ausgleichende Pflanze in der traditionellen Frauenheilkunde, ohne ausgeprägtes hormonelles Wirkprofil. Diese Eigenschaft macht ihn als Tee oder Mischungsbestandteil bei nicht-spezifischen leichten Beschwerden zu einer traditionellen Wahl.

Anwendung

Frauenmantel wird traditionell in mehreren Darreichungsformen eingesetzt. Die Anwendung folgt den klassischen Empfehlungen der europäischen Phytotherapie und Volksmedizin.

Darreichungsformen

Frauenmantel-Tee: Die klassische Anwendung. Ein bis zwei Teelöffel getrocknetes Kraut werden mit 250 Milliliter heißem (nicht kochendem) Wasser übergossen und 10 bis 15 Minuten ziehen gelassen. Traditionell werden ein bis drei Tassen täglich getrunken, oft kurzzeitig in den Tagen vor und während der Periode oder über mehrere Wochen kontinuierlich.
Frauenmantel-Tinktur: Alkoholisch-wässriger Auszug aus dem Kraut. Klassische Tinkturen werden tropfenweise dosiert, meist 10 bis 30 Tropfen drei Mal täglich, verdünnt in Wasser. Tinkturen aus Bio-Qualität und ohne Zucker- oder Süßstoffzusätze sind hochwertiger.
Frauenmantel-Pulver: Fein vermahlenes getrocknetes Kraut. Wird in Wasser, Tee oder Smoothies eingerührt. In Mehrkomponenten-Mischungen wie Greenic Zyklus Balance wird Frauenmantel-Pulver mit weiteren Frauenpflanzen kombiniert.
Frauenmantel in Kapseln: Pulver oder Extrakt in Kapselform. Geschmacksneutrale Anwendungsform, oft mit standardisiertem Wirkstoffgehalt.
Frauenmantel-Sitzbad (historisch): In der traditionellen Volksmedizin als äußerliche Anwendung verwendet, in der modernen Anwendung selten und nicht systematisch untersucht.

Tagesmenge im Vergleich

Tee: 3 bis 6 Gramm getrocknetes Kraut pro Tag, verteilt auf 2 bis 3 Tassen.
Tinktur: 30 bis 90 Tropfen pro Tag, je nach Konzentration der Tinktur.
Pulver pur: 1 bis 3 Gramm pro Tag in Wasser oder Saft eingerührt.
Mehrkomponenten-Mischungen: In Greenic Zyklus Balance enthält eine 5-Gramm-Tagesportion 12 Prozent Frauenmantel-Pulver, also 0,6 Gramm, eingebettet in eine breitere Bio-Mischung mit Maca, Shatavari, Rote Bete und Hibiskusblüten.

Geschmack und Kombinationen

Frauenmantel hat einen leicht herben, grasig-kräutigen Geschmack mit dezenter Bitterkeit, typisch für gerbstoffreiche Pflanzen. Als Tee ist er pur trinkbar, harmoniert aber auch gut mit anderen Frauenkräutern wie Schafgarbe, Hirtentäschel, Brennnessel oder Himbeerblättern. In Pulverform integriert sich Frauenmantel geschmacklich in Smoothies und ist meist von intensiveren Komponenten wie Beeren oder Hibiskus überlagert.

Tageszeit und Anwendungsdauer


Frauenmantel-Tee wird traditionell zu jeder Tageszeit getrunken, oft morgens und abends. In Pulverform kann die Einnahme in den morgendlichen Smoothie integriert werden. Die traditionelle Anwendungsdauer in der Phytotherapie beträgt mehrere Wochen kontinuierlich, weil pflanzliche Wirkungen sich über die Zeit aufbauen. Eine sporadische Einnahme ist weniger sinnvoll als eine konsequente Tagesintegration über mindestens zwei bis drei Zyklen.

Sicherheit und Verträglichkeit

Frauenmantel gilt in den üblichen Dosierungen als gut verträglich. Gerbstoffreiche Pflanzen können bei empfindlichen Personen leichte Magen-Reizungen verursachen, vor allem auf nüchternen Magen oder bei hoher Dosierung. Eine Einnahme zu oder kurz nach den Mahlzeiten reduziert diese Wahrscheinlichkeit.

Wichtige Sicherheitshinweise

Bei bekannter Allergie gegen Rosengewächse (Rosaceae) ist Vorsicht angebracht, weil Kreuzallergien möglich sind.
Bei Eisenmangel oder Einnahme von Eisenpräparaten sollte Frauenmantel-Tee nicht direkt zur Mahlzeit getrunken werden, weil Gerbstoffe die Eisenaufnahme hemmen können. Ein Abstand von mindestens einer Stunde ist empfehlenswert.
In Schwangerschaft und Stillzeit ist die Einnahme von Greenic Zyklus Balance mit Frauenmantel nicht empfohlen. Frauenmantel-Tee in haushaltsüblichen Mengen wird in der traditionellen Hebammenkunde teilweise im Spätstadium der Schwangerschaft eingesetzt, dies sollte aber nur in Abstimmung mit Hebamme oder Arzt erfolgen.
Bei chronischen Erkrankungen oder Einnahme von Medikamenten ist die Anwendung vorab ärztlich abzuklären.
Bei Kindern und Jugendlichen ist die Anwendung nicht etabliert.

Ist Frauenmantel giftig?

Nein. Frauenmantel ist nicht giftig und gehört zu den klassisch verzehrbaren Heilpflanzen Europas. Die jungen Blätter wurden in der Volksmedizin und in der Wildkräuter-Küche traditionell auch als Wildgemüse verwendet, ähnlich wie Brennnessel oder Giersch. Bei den üblichen Anwendungsdosierungen als Tee, Tinktur, Pulver oder als Bestandteil einer Frauenmischung sind keine toxischen Effekte zu erwarten. Bei sehr hohen Dosierungen können die Gerbstoffe Magen-Reizungen verursachen, was aber eine Verträglichkeitsfrage und keine Vergiftung darstellt.

Worauf bei der Auswahl achten?

Bei Frauenmantel-Produkten gibt es deutliche Qualitäts-Unterschiede zwischen den Marktangeboten. Sechs Kriterien helfen bei der Auswahl.

Pflanzenart und Pflanzenteil


Das wichtigste Qualitätsmerkmal. Für die Frauenheilkunde-Anwendung wird ausschließlich Alchemilla vulgaris im weiteren Sinne verwendet, nicht der Garten-Zierfrauenmantel Alchemilla mollis oder andere Alchemilla-Arten. Verwendet werden die oberirdischen Pflanzenteile zur Blütezeit, also Blätter, Blüten und obere Stängel. Auf dem Etikett sollte als verwendete Art Alchemilla vulgaris deklariert sein.

Bio-Qualität

Frauenmantel wächst in Mitteleuropa als Wildpflanze und in kontrolliertem Anbau. Bei einer regelmäßig verzehrten Heilpflanze ist Bio-Qualität ein Sicherheitsmerkmal, weil konventioneller Anbau Pestizide und Herbizide verwenden kann, deren Rückstände sich in den oberirdischen Pflanzenteilen ansammeln. Kontrolliert biologischer Anbau nach EU-Öko-Verordnung schließt synthetische Spritzmittel aus. Greenic verwendet ausschließlich Bio-Frauenmantel aus kontrolliert biologischem Anbau.

Erntezeitpunkt und Trocknung

Hochwertiger Frauenmantel wird zur Blütezeit zwischen Juni und August geerntet, wenn die Wirkstoffkonzentration am höchsten ist. Eine schonende Lufttrocknung bei Temperaturen unter 42 Grad bewahrt die hitzeempfindlichen Inhaltsstoffe. Industriell heißluftgetrocknete Produkte verlieren teilweise Wirkstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Bei einem hochwertigen Tee, Pulver oder einer Tinktur sollte der Verarbeitungsstandard transparent dokumentiert sein.

Tee, Tinktur, Pulver oder Kapseln

Die Auswahl der Darreichungsform hängt vom Anwendungskontext ab. Tee ist die traditionelle Form und passt zur klassischen Phytotherapie-Anwendung. Tinkturen sind höher konzentriert und unkomplizierter dosierbar. Pulver eignet sich für die Integration in Smoothies und als Bestandteil von Mehrkomponenten-Mischungen. Kapseln sind reisefreundlich und geschmacksneutral. Bei Tinkturen ist Bio-Qualität und der Verzicht auf Zucker- oder Süßstoffzusätze wichtig.

Reinheit ohne Zusatzstoffe

Hochwertige Frauenmantel-Produkte bestehen zu 100 Prozent aus Alchemilla vulgaris, ohne Trennmittel, Aromen oder Süßungsmittel. Bei Tees sollte als einzige Zutat Frauenmantelkraut aus kontrolliert biologischem Anbau stehen. Bei Mehrkomponenten-Mischungen sollten alle Komponenten transparent deklariert sein.

Kombination mit anderen Frauenpflanzen

Mono-Präparate enthalten ausschließlich Frauenmantel und werden bei der klassischen Anwendung als Tee oder Tinktur eingesetzt. Mehrkomponenten-Mischungen kombinieren Frauenmantel mit weiteren traditionellen Frauenpflanzen aus verschiedenen Traditionen, was eine breitere pflanzliche Basis schafft. Greenic Zyklus Balance kombiniert Bio-Frauenmantel (12 Prozent) mit Maca aus den peruanischen Anden (31 Prozent), Shatavari aus dem indischen Ayurveda (25 Prozent), Rote Bete, Hibiskusblüten, Curryblatt-Extrakt als pflanzliche Eisenquelle und einem pflanzlichen Vitamin-B-Komplex.

Frauenmantel in Greenic Zyklus Balance im Vergleich


Pflanzenart: Alchemilla vulgaris, korrekt deklariert.
Bio-Qualität: Aus kontrolliert biologischem Anbau, EU-Bio-zertifiziert.
Pflanzenteil: oberirdische Pflanzenteile.
Verarbeitung: schonend getrocknet und fein vermahlen.
Anteil in der Rezeptur: 12 Prozent als dritte Hauptkomponente nach Maca und Shatavari.
Tagesportion: 0,6 Gramm Frauenmantel-Pulver pro 5-Gramm-Tagesportion, eingebettet in eine 14-Zutaten-Bio-Mischung.

Was nicht überzeugt

Frauenmantel-Produkte ohne Artangabe (Verdacht auf Alchemilla mollis oder gemischte Alchemilla-Arten), Produkte aus konventionellem Anbau, Tinkturen mit Zucker- oder Süßstoffzusätzen, Mehrkomponenten-Mischungen mit Aromen oder synthetischen Süßungsmitteln sowie Produkte mit therapeutisch klingenden Wirkungsversprechen erfüllen den Anspruch eines hochwertigen Frauenmantels nicht. Bei einer gezielten Anwendung über mehrere Wochen ist eine eindeutig deklarierte Bio-Qualität mit transparenter Verarbeitungs-Dokumentation der richtige Standard.

Greenic-Produkte mit Frauenmantel

Häufige Fragen zu Frauenmantel

Was ist Frauenmantel und wofür wird er traditionell verwendet?
Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) ist eine in Europa heimische Wildpflanze aus der Familie der Rosengewächse, die seit dem Mittelalter zu den zentralen Frauenpflanzen der europäischen Phytotherapie zählt. Der deutsche Name verweist auf die jahrhundertelange Anwendung in der Frauenheilkunde, der botanische Gattungsname Alchemilla geht auf das arabische Wort für Alchemie zurück und spielt auf den geheimnisvollen Tau an, der morgens in den fächerförmig gefalteten Blättern sammelt. Hildegard von Bingen erwähnte die Pflanze im 12. Jahrhundert, Paracelsus im 16. Jahrhundert und Sebastian Kneipp etablierte sie im 19. Jahrhundert in seiner Naturheilkunde. In der traditionellen Anwendung wird Frauenmantel bei verschiedenen frauenheilkundlichen Themen eingesetzt: zyklusausgleichend in der traditionellen Phytotherapie, bei leichten prämenstruellen Beschwerden, traditionell auch im Zusammenhang mit Lutealinsuffizienz und in der historischen Hebammenkunde im Wochenbett (in der modernen Anwendung jedoch nicht ohne ärztliche Begleitung). Die Anwendung erfolgt klassisch als Tee, Tinktur, Pulver, Kapsel oder als Bestandteil von Mehrkomponenten-Mischungen. Greenic verwendet Bio-Frauenmantel mit 12 Prozent Anteil in Zyklus Balance, einer Bio-zertifizierten 14-Zutaten-Frauenmischung für die zyklusbewusste Ernährung.
Welche Wirkstoffe enthält Frauenmantel und wie wirkt er?
Frauenmantel enthält mehrere Wirkstoffgruppen. Die mengenmäßig wichtigsten sind Gerbstoffe (Tannine), insbesondere Ellagitannine wie Pedunculagin und Agrimoniin. Tannine werden in der Phytotherapie traditionell mit einer adstringierenden, also zusammenziehenden Wirkung auf Schleimhäute und kleinere Blutgefäße in Verbindung gebracht. Diese Eigenschaft erklärt die historische Anwendung bei leichten Durchfall-Beschwerden, bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum und in der Wundheilung. Hinzu kommen Flavonoide wie Quercetin und Kaempferol als sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativen Eigenschaften, geringe Mengen Salicylsäure und Phenolcarbonsäuren sowie Phytosterole. Wichtig zur Einordnung: Frauenmantel enthält keine bekannten Phytoöstrogene oder andere hormonähnliche Verbindungen, anders als Rotklee, Soja oder Shatavari. Die traditionelle Anwendung in der Frauenheilkunde wird in der modernen Pharmakologie über das Wirkprofil der Gerbstoffe und der pflanzlichen Begleitstoffe erklärt, nicht über eine hormonelle Wirkung im engeren Sinne. Eine direkte hormonelle Wirkung am Menschen ist wissenschaftlich nicht belegt. Klinische Studien zu Frauenmantel sind deutlich seltener als zu Mönchspfeffer oder Shatavari, die Anwendung basiert überwiegend auf der langen volksmedizinischen Tradition. Für Frauenmantel gibt es in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen (Health Claims).
Was ist der Unterschied zwischen Frauenmantel und Mönchspfeffer?
Beide sind klassische europäische Frauenpflanzen, unterscheiden sich aber grundlegend in Wirkmechanismus, Studienlage und Anwendungsfokus. Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) stammt aus den heimischen Wiesen und Bergregionen Europas und ist eine ausdauernde Wildpflanze. Die Wirkstoffe sind Gerbstoffe (Ellagitannine), Flavonoide und sekundäre Pflanzenstoffe. Frauenmantel enthält keine Phytoöstrogene und hat keine bekannte hormonelle Wirkung. Die traditionelle Anwendung ist breit gefächert, von Zyklusbeschwerden über prämenstruelle Themen bis zur historischen Wochenbett-Begleitung. Die wissenschaftliche Studienlage ist dünn, die Anwendung beruht überwiegend auf der langen volksmedizinischen Tradition. Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) stammt aus dem Mittelmeerraum und ist ein Strauch mit pfefferkornähnlichen Früchten. Die Wirkstoffe sind Iridoidglykoside und Diterpene. Der wissenschaftlich diskutierte Wirkmechanismus ist eine dopamin-agonistische Wirkung an Dopamin-D2-Rezeptoren der Hypophyse, die zu einer leichten Senkung der Prolaktin-Spiegel führen kann. Mönchspfeffer ist klinisch deutlich besser untersucht als Frauenmantel und wird vor allem bei PMS, Zyklusunregelmäßigkeiten und Mastodynie eingesetzt. Standardisierte Mönchspfeffer-Extrakte sind in arzneilicher Dosierung als Phytopharmaka zulassungspflichtig. In Greenic Zyklus Balance wird Frauenmantel als europäische Komponente mit 12 Prozent Anteil kombiniert, während Mönchspfeffer-Extrakt nur in Meno Balance enthalten ist und nicht in Zyklus Balance.
Ist Frauenmantel giftig oder hat er Nebenwirkungen?
Nein, Frauenmantel ist nicht giftig. Die Pflanze gehört zu den klassischen verzehrbaren Heilpflanzen Europas und wurde in der Volksmedizin und in der Wildkräuter-Küche traditionell auch als Wildgemüse verwendet, ähnlich wie Brennnessel oder Giersch. Bei den üblichen Anwendungsdosierungen als Tee, Tinktur, Pulver oder als Bestandteil einer Mehrkomponenten-Mischung sind keine toxischen Effekte zu erwarten. Mögliche unerwünschte Begleiterscheinungen sind selten und mild. Gerbstoffreiche Pflanzen können bei empfindlichen Personen leichte Magen-Reizungen verursachen, vor allem auf nüchternen Magen oder bei sehr hoher Dosierung. Eine Einnahme zu oder kurz nach den Mahlzeiten reduziert diese Wahrscheinlichkeit. Bei bekannter Allergie gegen Rosengewächse (Rosaceae) ist Vorsicht angebracht, weil Kreuzallergien möglich sind. Ein wichtiger praktischer Hinweis: Gerbstoffe hemmen die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Bei diagnostiziertem Eisenmangel oder Einnahme von Eisenpräparaten sollte Frauenmantel-Tee nicht direkt zur Mahlzeit getrunken werden. Ein zeitlicher Abstand von mindestens einer Stunde ist empfehlenswert. In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Einnahme von Mehrkomponenten-Mischungen mit Frauenmantel wie Greenic Zyklus Balance nicht empfohlen. Bei chronischen Erkrankungen oder Einnahme von Medikamenten ist die Anwendung ärztlich abzuklären. Bei Kindern und Jugendlichen ist die Anwendung nicht etabliert.
Wie wird Frauenmantel-Tee zubereitet und wie lange angewendet?
Frauenmantel-Tee ist die klassische und traditionellste Anwendungsform. Für die Zubereitung werden ein bis zwei Teelöffel (etwa 1 bis 2 Gramm) getrocknetes Frauenmantelkraut mit 250 Milliliter heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser übergossen. Die Ziehzeit beträgt 10 bis 15 Minuten zugedeckt, danach wird das Kraut abgeseiht. Die übliche Tagesmenge in der traditionellen Phytotherapie liegt bei 2 bis 3 Tassen täglich, was 3 bis 6 Gramm getrocknetem Kraut entspricht. Geschmacklich ist Frauenmantel-Tee leicht herb und grasig-kräutig mit dezenter Bitterkeit, typisch für gerbstoffreiche Pflanzen. Wer den Geschmack mildern möchte, kann Frauenmantel mit anderen Frauenkräutern wie Schafgarbe, Hirtentäschel, Brennnessel oder Himbeerblättern mischen. Die traditionelle Anwendungsdauer beträgt mehrere Wochen kontinuierlich, weil pflanzliche Wirkungen sich über die Zeit aufbauen. Eine sporadische Einnahme ist weniger sinnvoll als eine konsequente Tagesintegration über mindestens zwei bis drei Zyklen. In der modernen Anwendung integriert Greenic Frauenmantel-Pulver mit 12 Prozent Anteil in Zyklus Balance, einer 14-Zutaten-Bio-Mischung, die als Pulver in Smoothies, Wasser oder Saft eingerührt wird. Diese Form ist praktisch im Alltag und kombiniert Frauenmantel mit weiteren Frauenpflanzen wie Maca und Shatavari sowie pflanzlichem Eisen aus Bio-Curryblatt-Extrakt und einem pflanzlichen Vitamin-B-Komplex.

Verwandte Begriffe

Quellen

  • Bäumler S. Heilpflanzenpraxis heute. Urban & Fischer Verlag, 2007. Standardwerk zur europäischen Phytotherapie mit Frauenmantel-Eintrag.

    Schilcher H, Kammerer S, Wegener T. Leitfaden Phytotherapie. Urban & Fischer Verlag, 6. Auflage. Klassisches Werk zur Phytotherapie in Deutschland.

    Wichtl M. Teedrogen und Phytopharmaka. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 6. Auflage. Standardwerk zu pflanzlichen Anwendungen.

    Plant Mineral D, et al. Alchemilla vulgaris L. extract evaluation: gerbstoffe and flavonoid content. Pharmacognosy Journal. 2015.

    European Medicines Agency (EMA). Datenbank pflanzlicher Substanzen. https://www.ema.europa.eu/

    Hildegard von Bingen, Physica (12. Jahrhundert). Frauenmantel in der mittelalterlichen Klostermedizin.

    Paracelsus, Schriften zur Heilpflanzenkunde (16. Jahrhundert). Frauenmantel-Erwähnungen.

    Kneipp S. Meine Wasserkur und So sollt ihr leben (1886, 1889). Klassische Werke zur Naturheilkunde mit Frauenmantel-Anwendungen.

    Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Einordnung pflanzlicher Lebensmittel-Bestandteile.

    Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel.

    Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Wildpflanzen in der Ernährung. https://www.bzfe.de/