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WissenVeganes Kollagen

Veganes Kollagen

Veganes Kollagen ist eines der am intensivsten beworbenen Beauty-Konzepte der letzten Jahre. Die zentrale wissenschaftliche Aussage gleich zu Beginn: Echtes Kollagen ist immer tierischen Ursprungs. Kollagen ist ein Strukturprotein, das in der Natur ausschließlich von Tieren produziert wird, vor allem von Säugetieren und Fischen. Pflanzen produzieren kein Kollagen. Produkte, die als veganes Kollagen oder pflanzliches Kollagen beworben werden, enthalten kein Kollagen, sondern pflanzliche Cofaktoren und Aminosäuren, die die körpereigene Kollagenbildung unterstützen können. Diese Cofaktoren sind Vitamin C (das mit dem zugelassenen EFSA-Health-Claim Trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei verbunden ist), Silizium aus Pflanzen wie Bambussprossen oder Ackerschachtelhalm, schwefelhaltige Aminosäuren wie Cystein und Methionin als Kollagen-Bausteine sowie weitere Mikronährstoffe wie Zink und Kupfer. Eine ehrliche Begriffsklärung ist deshalb wichtig: Pflanzliche Kollagen-Booster sind genau das, also pflanzliche Booster für die körpereigene Kollagenbildung, nicht aber Kollagen-Lieferanten. Dieser Unterschied ist regulatorisch und wissenschaftlich relevant. Die EFSA hat keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen für veganes Kollagen oder pflanzliche Kollagen-Booster, sondern nur für die einzelnen Cofaktoren. Greenic bietet zwei Wege für die Kollagen-Säule. Wer rein pflanzlich-vegan unterstützen möchte, kann Natural Beauty einsetzen, eine pflanzliche Bio-Mischung mit Vitamin C aus Acerolakirsche (40 mg, 50 Prozent der Referenzmenge), pflanzlichem Silizium aus Bambussprossen (53 mg) und Jod aus Kelp-Extrakt (75 µg, 50 Prozent). Wer tierisches Kollagen direkt aufnehmen möchte, findet bei Wellora hydrolysiertes Kollagen aus Rind oder Marines. Beide Wege sind legitim, aber wissenschaftlich klar zu unterscheiden.

Herkunft & Botanik

Die Frage nach veganem Kollagen ist im Beauty-Markt der letzten Jahre eine der häufigsten Suchanfragen, weil vegan-vegetarisch lebende Personen die positiven Effekte von Kollagen für Haut, Haare, Nägel und Gelenke nutzen möchten, ohne tierische Produkte zu konsumieren. Eine wissenschaftlich präzise Antwort erfordert ein klares Verständnis dessen, was Kollagen ist und wie es im Körper gebildet wird.

Was Kollagen ist und woher es kommt

Kollagen ist ein faseriges Strukturprotein und das mengenmäßig häufigste Protein im menschlichen Körper. Etwa 30 Prozent der gesamten Körperproteine bestehen aus Kollagen. Es findet sich in Haut, Knochen, Sehnen, Bändern, Knorpel, Blutgefäßen, Zähnen, Augen und Bindegewebe. Es gibt 28 bekannte Kollagen-Typen im menschlichen Körper, von denen Typ I (in Haut, Knochen, Sehnen), Typ II (in Knorpel) und Typ III (in Haut, Blutgefäßen) die häufigsten sind. Detaillierte Informationen zur Kollagen-Biologie im Glossar-Eintrag Kollagen.

Kollagen kommt in der Natur ausschließlich in tierischen Organismen vor. Säugetiere, Fische, Reptilien, Vögel und auch Insekten produzieren Kollagen-ähnliche Strukturproteine. Pflanzen produzieren kein Kollagen. Die strukturellen Proteine in Pflanzen sind Zellulose, Lignin, Extensine und andere Pflanzen-spezifische Polymere. Diese können vom menschlichen Körper nicht in Kollagen umgewandelt werden.

Pflanzliche Strukturproteine versus Kollagen

Die strukturellen Proteine in Pflanzen sind chemisch und funktionell sehr verschieden von tierischem Kollagen.

Zellulose: Hauptkomponente der pflanzlichen Zellwand. Ein Polysaccharid, kein Protein.
Lignin: Strukturprotein in verholzten Pflanzenteilen. Komplexes Polymer aus phenolischen Verbindungen.
Extensine: Hydroxyprolin-reiche Glykoproteine in der pflanzlichen Zellwand. Strukturell teilweise ähnlich zu Kollagen, aber funktionell verschieden und für den menschlichen Stoffwechsel nicht relevant.
Pflanzliche Aminosäuren: Pflanzliche Proteine wie Reisprotein, Sojaprotein oder Erbsenprotein enthalten viele der Aminosäuren, die der Körper auch für die Kollagenbildung benötigt. Diese Aminosäuren werden im menschlichen Stoffwechsel verwertet, aber nicht als Kollagen-Bausteine zugeordnet.

Diese pflanzlichen Strukturproteine sind keine Kollagen-Lieferanten und werden auch im Verdauungstrakt nicht in Kollagen umgewandelt.

Wie der Körper Kollagen bildet

Der menschliche Körper bildet Kollagen kontinuierlich neu, vor allem in Bindegewebe, Knochen, Sehnen, Bändern und Haut. Die körpereigene Kollagenbildung folgt einem komplexen biochemischen Prozess.

Aminosäuren als Bausteine: Glycin macht etwa 33 Prozent der Kollagen-Aminosäuren aus, Prolin etwa 12 Prozent, Hydroxyprolin etwa 10 Prozent, weitere Aminosäuren wie Lysin und Hydroxylysin. Diese Aminosäuren stammen aus der Nahrung, vor allem aus eiweißreichen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln.
Hydroxylierung mit Vitamin C: Die Aminosäuren Prolin und Lysin werden in den Kollagen-Vorläufern durch die Enzyme Prolyl- und Lysylhydroxylase zu Hydroxyprolin und Hydroxylysin umgewandelt. Diese Enzyme benötigen Vitamin C als essenziellen Cofaktor. Ohne ausreichende Vitamin-C-Versorgung kann diese Hydroxylierung nicht ablaufen und das Kollagen wird instabil.
Quervernetzung der Kollagen-Fibrillen: Nach der Hydroxylierung werden die Kollagen-Moleküle zu Fibrillen zusammengelagert und quervernetzt. Dieser Prozess benötigt Kupfer und Silizium als Cofaktoren.
Stabilisierung und Reifung: Die Kollagen-Fibrillen werden über Wochen und Monate stabilisiert und in das Bindegewebe integriert.

Praktische Konsequenz: Die körpereigene Kollagenbildung benötigt sowohl Aminosäuren aus der Nahrung als auch mehrere Mikronährstoff-Cofaktoren. Bei vegan-vegetarischer Ernährung mit ausreichend pflanzlichem Protein und konsequenter Vitamin-C-, Silizium-, Zink- und Kupfer-Versorgung kann die körpereigene Kollagenbildung gut unterstützt werden.

Was Produkte mit der Aufschrift veganes Kollagen wirklich enthalten

Im Markt finden sich zahlreiche Produkte, die als veganes Kollagen, pflanzliches Kollagen oder vegane Kollagen-Alternative beworben werden. Eine sachliche Analyse der Zutatenlisten zeigt, dass diese Produkte kein Kollagen enthalten, sondern eine Auswahl von Cofaktoren und Bausteinen für die körpereigene Kollagenbildung.

Vitamin C: Aus Acerolakirsche, Hagebutte, Camu Camu oder als synthetische Ascorbinsäure. Cofaktor der Kollagenbildung. Verbunden mit dem EFSA-Claim Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei.
Silizium: Aus Bambussprossen-Extrakt oder Ackerschachtelhalm. Cofaktor in der Kollagen-Quervernetzung. Kein EFSA-Claim. Detaillierte Informationen im Glossar-Eintrag Kieselsäure.
Hyaluronsäure: Teilweise pflanzlich-fermentativ produziert. Glykosaminoglykan der Haut. Strukturell anders als Kollagen, aber oft gemeinsam vermarktet.
Aminosäuren wie L-Lysin, L-Prolin, Glycin: Synthetisch oder fermentativ produziert. Bausteine des Kollagens.
Zink, Kupfer: Cofaktoren der Kollagen-Quervernetzung.
Vitamin E: Antioxidans zum Schutz der Kollagen-Strukturen.
Bambussprossen-Extrakt, Ackerschachtelhalm-Extrakt: Silizium-reiche pflanzliche Quellen.
Reisprotein, Erbsenprotein, Sojaprotein: Pflanzliche Aminosäure-Quellen.
Polyphenole und Antioxidantien aus Granatapfel, Beeren, grünem Tee: Antioxidativer Schutz der Kollagen-Strukturen.

Diese Inhaltsstoffe sind alle wissenschaftlich relevant für die körpereigene Kollagenbildung, sind aber kein Kollagen. Eine ehrlichere Bezeichnung wäre pflanzliche Kollagen-Booster oder pflanzliche Cofaktoren für die körpereigene Kollagenbildung.

Hefe-fermentiertes Kollagen: die neue Technologie

In den letzten Jahren ist eine technische Innovation entstanden, die wissenschaftlich relevanter ist. Einige Unternehmen wie Geltor, Modern Meadow und Bond Pet Foods entwickeln Verfahren, mit denen gentechnisch veränderte Hefen oder Bakterien (zum Beispiel Pichia pastoris, Saccharomyces cerevisiae) Kollagen-ähnliche Peptide produzieren können. Diese Hefe-produzierten Peptide sind chemisch näher am tierischen Kollagen als die rein pflanzlichen Cofaktoren. Wichtige Einordnung: Diese Hefe-fermentierten Kollagene sind technisch noch in der Markteinführung. Kommerziell verfügbare Produkte sind aktuell selten, sehr teuer und in der EU regulatorisch noch nicht weit verbreitet. In den nächsten Jahren wird sich dieses Segment voraussichtlich erweitern. Die meisten als veganes Kollagen beworbenen Produkte im aktuellen DACH-Markt enthalten kein Hefe-fermentiertes Kollagen, sondern die oben beschriebenen pflanzlichen Cofaktoren.

Wirkprofil & Inhaltsstoffe

Pflanzliche Kollagen-Booster werden im Markt mit unterschiedlichen Versprechen beworben. Eine sachliche Einordnung trennt regulatorisch zulässige Aussagen über die enthaltenen Cofaktoren von nicht-EFSA-konformen Werbeversprechen über pflanzliches Kollagen als solches.

EFSA-Status: keine zugelassenen Health Claims für veganes Kollagen

Für veganes Kollagen, pflanzliches Kollagen oder pflanzliche Kollagen-Booster als Produktkategorie gibt es in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen. Werbe-Versprechen wie veganes Kollagen für straffe Haut, pflanzliche Kollagen-Booster gegen Falten oder veganes Kollagen für stärkere Gelenke sind nicht EFSA-konform. Die EFSA hat in mehreren Bewertungsverfahren die Anträge für Kollagen-bezogene Health Claims meist abgelehnt, sowohl für tierisches als auch für pflanzliches Material.

Die einzigen zulässigen Wirkungs-Aussagen beziehen sich auf die einzelnen Cofaktoren, die in pflanzlichen Kollagen-Boostern enthalten sein können. Diese sind klar formuliert und können von Greenic Natural Beauty als pflanzlichem Bio-Vitalstoff-Komplex zulässig kommuniziert werden.

Zugelassene Vitamin-C-Claims für Kollagenbildung

Vitamin C hat fünf zugelassene Kollagen-bezogene gesundheitsbezogene Aussagen, die das pflanzliche Cofaktor-Prinzip präzise abdecken.

Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei.
Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knochen bei.
Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knorpel bei.
Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion des Zahnfleisches bei.
Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Blutgefäße bei.

Diese fünf Claims sind die wissenschaftlich-regulatorisch belastbare Basis für jede pflanzliche Kollagen-Cofaktor-Strategie. Greenic Natural Beauty liefert pro 5-Gramm-Tagesportion 40 mg Vitamin C aus Acerolakirsche, was 50 Prozent der EU-Referenzmenge entspricht. Diese Menge unterstützt die körpereigene Kollagenbildung gemäß den zugelassenen EFSA-Aussagen.

Wissenschaftliche Mechanismen der pflanzlichen Cofaktor-Strategie

Die Funktionsweise pflanzlicher Kollagen-Booster ist biochemisch klar nachvollziehbar.

Vitamin C als Cofaktor der Prolylhydroxylase und Lysylhydroxylase: Diese beiden Enzyme wandeln Prolin und Lysin in den Kollagen-Vorläufern in Hydroxyprolin und Hydroxylysin um. Ohne Vitamin C können diese Enzyme nicht funktionieren, und das gebildete Kollagen wird instabil. Diese biochemische Grundlage erklärt, warum Vitamin-C-Mangel zu Skorbut mit zerfallenden Bindegewebs-Strukturen führt.
Silizium als struktureller Cofaktor: Silizium ist an der Quervernetzung der Kollagen-Fibrillen beteiligt und bildet Brücken zwischen den Kollagen-Molekülen. Diese Quervernetzungen geben dem Kollagen seine mechanische Stabilität. Detaillierte Informationen im Glossar-Eintrag Kieselsäure.
Aminosäure-Bausteine aus pflanzlichem Protein: Die körpereigene Kollagensynthese benötigt Glycin (33 Prozent), Prolin (12 Prozent), Hydroxyprolin (10 Prozent), Lysin und weitere Aminosäuren. Diese werden aus pflanzlichem Protein synthetisiert. Pflanzliche Protein-Quellen wie Hülsenfrüchte, Reisprotein, Erbsenprotein, Nüsse, Saaten und Vollkornprodukte liefern diese Aminosäuren ausreichend.
Zink und Kupfer als enzymatische Cofaktoren: Beide Spurenelemente sind an der Kollagen-Quervernetzung beteiligt. Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut bei, Kupfer trägt zu einer normalen Pigmentierung der Haut und Haare bei.
Antioxidantien zum Schutz: Polyphenole, Vitamin E und Carotinoide schützen die Kollagen-Strukturen vor oxidativem Stress. Vitamin C trägt zusätzlich dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Diese biochemischen Mechanismen sind wissenschaftlich gut dokumentiert. Sie sind aber nicht identisch mit der direkten Aufnahme von hydrolysiertem tierischem Kollagen, das spezifische Kollagen-Peptide direkt in den Blutkreislauf liefert.

Pflanzliche Cofaktor-Strategie versus tierisches Kollagen-Pulver

Die wichtigste praktische Frage ist, wie sich die pflanzliche Cofaktor-Strategie von einer tierischen Kollagen-Pulver-Anwendung unterscheidet.

Tierisches hydrolysiertes Kollagen: Liefert spezifische Kollagen-Peptide direkt, die im Verdauungstrakt resorbiert und im Bindegewebe integriert werden können. Studien wie Iwai 2005 und Watanabe-Kamiyama 2010 dokumentieren die Resorption von Hydroxyprolin-haltigen Di- und Tripeptiden in den Blutkreislauf. Klinische Studien zeigen Effekte auf Hautelastizität, Hautfeuchtigkeit und Faltentiefe (Proksch 2014, Asai 2020, de Miranda 2023). Detaillierte Informationen im Glossar-Eintrag Hydrolysiertes Kollagen.
Pflanzliche Cofaktor-Strategie: Unterstützt die körpereigene Kollagenbildung über Mikronährstoff-Cofaktoren und Aminosäure-Bausteine. Wirkt indirekt über die Stärkung der körpereigenen Synthese-Mechanismen, ohne fertige Kollagen-Peptide zu liefern. Klinische Studien zu pflanzlichen Kollagen-Boostern sind dünner als zu tierischem hydrolysiertem Kollagen, weil das Produkt-Segment jüngeren Datums ist und die Mechanismen indirekter sind.

Beide Strategien sind legitim und können sich auch ergänzen. Wer eine direkte Kollagen-Lieferung in den Körper möchte, ist mit tierischem hydrolysiertem Kollagen wie Wellora besser bedient. Wer rein pflanzlich-vegan unterstützen möchte, kann mit pflanzlichen Cofaktoren wie in Greenic Natural Beauty die körpereigene Kollagenbildung fördern. Eine Kombination ist möglich.

Studienlage bei pflanzlichen Kollagen-Boostern

Klinische Studien speziell zu pflanzlichen Kollagen-Boostern sind im Vergleich zu Studien zu hydrolysiertem tierischem Kollagen begrenzt. Einige wichtige Punkte.

Vitamin C und Hautqualität: Mehrere Studien dokumentieren positive Effekte einer ausreichenden Vitamin-C-Versorgung auf Hautelastizität und Heilung. Pullar und Kollegen (2017) geben in einer umfassenden Übersichtsarbeit den aktuellen Stand wieder.
Silizium und Bindegewebe: Studien wie Barel 2005 und Wickett 2007 zeigten positive Effekte von Cholin-stabilisierter Orthokieselsäure auf Hautrauheit, Haarbrüchigkeit und Nagelqualität. Diese Studien arbeiten mit hochbioverfügbarer Orthokieselsäure, nicht mit pflanzlichem Bambus-Silizium.
Pflanzliche Protein-Versorgung und Kollagensynthese: Studien zeigen, dass ausreichende pflanzliche Protein-Versorgung die körpereigene Kollagensynthese unterstützen kann. Eine Schlüsselstudie an 50 Frauen mit Spirulina-Protein zeigte Verbesserungen in Hautelastizität (Mariosa 2017).
Mehrkomponenten-Studien: Einige Studien arbeiten mit Kombinationen aus Vitamin C, Silizium, Aminosäuren und Antioxidantien (Le Floc'h 2015). Effekte werden meist als moderat dokumentiert, mit erkennbaren Verbesserungen nach 8 bis 12 Wochen.

Wichtige Einordnung: Die Studienlage zu pflanzlichen Kollagen-Boostern ist heterogen und insgesamt schwächer als zu tierischem hydrolysiertem Kollagen. Effekte sind meist moderat und benötigen kontinuierliche Anwendung über mindestens 3 Monate.

Wirkungseintritt

Die Effekte einer pflanzlichen Cofaktor-Strategie für die körpereigene Kollagenbildung bauen sich über die biologischen Regenerations-Zyklen auf. Realistische Zeit-Horizonte. Die Oberhaut erneuert sich vollständig in etwa 28 Tagen. Erste sichtbare Veränderungen in Hautbild und Hautfeuchtigkeit sind nach 4 bis 8 Wochen möglich, deutlichere Effekte nach 8 bis 12 Wochen. Veränderungen in Haarqualität und Nagel-Härte sind frühestens nach 8 bis 16 Wochen sichtbar. Eine kontinuierliche tägliche Anwendung über mindestens 3 Monate ist sinnvoll.

Anwendung

Eine pflanzliche Cofaktor-Strategie für die körpereigene Kollagenbildung kombiniert mehrere Säulen: eine eiweißreiche pflanzliche Ernährung mit Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten, eine konsequente Vitamin-C-Versorgung, ergänzende pflanzliche Silizium- und Cofaktor-Quellen sowie Antioxidantien zum Schutz der Kollagen-Strukturen.

Tagesversorgung der wichtigsten Cofaktoren

Die folgenden DGE-Empfehlungen und EFSA-Referenzmengen geben Orientierung für die wichtigsten Kollagen-Cofaktoren.

Vitamin C: DGE-Empfehlung 95 mg/Tag für Frauen, 110 mg/Tag für Männer. EU-Referenzmenge 80 mg. Wichtigster Cofaktor der Kollagenbildung.
Silizium: Keine offizielle DGE-Empfehlung. Studien-Hinweise auf 30 bis 50 mg/Tag als optimale Aufnahme.
Zink: DGE-Empfehlung 7 mg/Tag für Frauen, 10 mg/Tag für Männer. EU-Referenzmenge 10 mg.
Kupfer: DGE-Empfehlung 1,0 bis 1,5 mg/Tag. EU-Referenzmenge 1 mg.
Aminosäuren: DGE-Empfehlung für Protein 0,8 g pro kg Körpergewicht. Für eine 60-kg-Person etwa 48 g Protein.

Eine ausgewogene vegan-vegetarische Ernährung mit pflanzlichem Protein, Vitamin-C-reichen Lebensmitteln, Hülsenfrüchten, Nüssen, Saaten und Vollkornprodukten erreicht diese Cofaktor-Empfehlungen in der Regel gut.

Pflanzliche Lebensmittel-Quellen der Kollagen-Cofaktoren

Eine vegan-orientierte Ernährung für die körpereigene Kollagenbildung kombiniert mehrere Lebensmittel-Säulen.

Vitamin C: Hagebutte, Sanddorn, Acerolakirsche, Camu Camu (sehr hoch), Paprika rot und gelb, Brokkoli, Rosenkohl, Petersilie, Beeren, Zitrusfrüchte. Detaillierte Informationen im Glossar-Eintrag Hagebutte.
Pflanzliches Silizium: Hafer, Hirse, Vollkornprodukte, Bambussprossen, Ackerschachtelhalm, Brennnessel, Wurzelgemüse mit Schale. Detaillierte Informationen im Glossar-Eintrag Kieselsäure.
Schwefelhaltige Aminosäuren (Cystein, Methionin): Hülsenfrüchte, Reisprotein, Erbsenprotein, Sojaprotein, Nüsse, Saaten (vor allem Sesam und Sonnenblumenkerne), Vollkornprodukte.
Zink: Hülsenfrüchte, Kürbiskerne, Cashew, Vollkornprodukte, Hafer.
Kupfer: Nüsse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, dunkle Schokolade, Avocado.
Antioxidantien: Beeren (Anthocyane), Granatapfel (Punicalagine), grüner Tee (Catechine), Tomaten (Lycopin), Karotten und Süßkartoffel (Beta-Carotin), Olivenöl (Polyphenole).

Eine bewusste Mahlzeit-Planung mit täglich Vitamin-C-reichen Lebensmitteln, Hülsenfrüchten als Protein-Quelle und ergänzenden Nüssen und Saaten deckt die Cofaktor-Strategie gut ab.

Praktische Beispiele für Beauty-bewusste vegane Mahlzeiten

Frühstücks-Idee: Porridge mit Haferflocken (Silizium), Bio Hagebuttenpulver (Vitamin C), Beeren (Antioxidantien), Kürbiskernen (Zink) und einer Banane.
Mittagessen: Linsensalat mit Spinat, Paprika (Vitamin C), Avocado (Kupfer), Sonnenblumenkernen (schwefelhaltige Aminosäuren) und Tahini-Dressing (Sesam).
Snack: Eine Handvoll Paranüsse (Selen), Cashew (Zink, Kupfer) und ein Apfel.
Abendessen: Quinoa-Bowl mit Tempeh (pflanzliches Protein), Brokkoli (Vitamin C), Süßkartoffel (Beta-Carotin) und Granatapfel-Tahini-Dressing (Polyphenole).
Mit Greenic Natural Beauty: Tagesportion (5 g) eingerührt in Smoothie oder Bowl als pflanzliche Bio-Pulver-Säule.

Greenic-Produkte für die vegane Kollagen-Cofaktor-Säule

Greenic bietet mehrere Bio-Produkte für die pflanzliche Kollagen-Cofaktor-Strategie.

Natural Beauty
: Pflanzlicher Bio-Vitalstoff-Komplex mit Vitamin C (40 mg aus Acerola, 50 Prozent der Referenzmenge), Jod (75 µg aus Kelp-Extrakt, 50 Prozent) und pflanzlichem Silizium (53 mg aus Bambussprossen). Plus ergänzende Bio-Komponenten Gerstengras (30 Prozent, mit Silizium-Anteil), Lucuma, Granatapfel (Polyphenole), Reisprotein (schwefelhaltige Aminosäuren). Die zentrale Bio-Pulver-Säule für die vegane Kollagen-Cofaktor-Strategie.
Bio Hagebutten Trinkpulver: Vitamin-C-Quelle mit weiteren Polyphenolen aus der Hagebutte. Ergänzende Vitamin-C-Verstärkung. Detaillierte Informationen im Glossar-Eintrag Hagebutte.
Bio Rote Bete Pulver: Folsäure und Eisen für die allgemeine Zellteilung in der Hautregeneration. Detaillierte Informationen in den Glossar-Einträgen Rote Bete und Eisenmangel.
Greens-Produkte mit Spirulina und Chlorella: Pflanzliches Protein und Mikronährstoffe. Detaillierte Informationen im Glossar-Eintrag Spirulina.

Eine pragmatische vegane Routine. Natural Beauty als zentrale Bio-Pulver-Säule mit drei Cofaktor-Achsen. Bio Hagebutten Trinkpulver für die zusätzliche Vitamin-C-Verstärkung in einer separaten Mahlzeit. Plus eiweißreiche vegane Ernährung mit Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Nüssen.

Brücke zu Wellora: tierisches Kollagen als Alternative oder Ergänzung

Wer nicht streng vegan lebt und eine direkte Kollagen-Lieferung über hydrolysierte Kollagen-Peptide möchte, kann ergänzend zur pflanzlichen Cofaktor-Säule Wellora hydrolysiertes Kollagen einsetzen. Wellora bietet hydrolysiertes Rinder Kollagen aus Schweizer Weidehaltung sowie marines Kollagen. Diese tierische Kollagen-Säule liefert direkt resorbierbare Kollagen-Peptide, die im Bindegewebe integriert werden können. Eine Kombination aus pflanzlicher Natural-Beauty-Säule und tierischer Wellora-Säule deckt beide Strategien parallel ab. Detaillierte Informationen im Glossar-Eintrag Hydrolysiertes Kollagen und Kollagen für die Haut.

Diese ehrliche Positionierung mit beiden Optionen ist eine Greenic-spezifische Stärke. Anders als reine Vegan-Anbieter (die nur die pflanzliche Schiene bedienen) oder reine Kollagen-Anbieter (die nur die tierische Schiene bedienen) ermöglicht Greenic eine echte Wahl zwischen den Strategien und auch deren Kombination.

Wirkungseintritt und Anwendungsdauer

Wie bei allen Kollagen-Strategien (pflanzlich oder tierisch) sind realistische Zeit-Horizonte wichtig. Erste sichtbare Veränderungen in Hautbild nach 4 bis 8 Wochen, in Haarqualität nach 8 bis 12 Wochen, in Nagelhärte nach 8 bis 16 Wochen, deutlichere Effekte nach 3 bis 6 Monaten kontinuierlicher Anwendung. Eine durchgehende tägliche Routine über mindestens 3 Monate ist sinnvoll. Werbe-Versprechen wie sofortige Effekte oder sichtbare Verbesserung in einer Woche sind biologisch nicht plausibel.

Wichtige Sicherheitshinweise

Pflanzliche Kollagen-Cofaktor-Strategien sind für gesunde Erwachsene gut verträglich. Einige Punkte sind zu beachten.

Vitamin-C-Hochdosen: Über 2.000 mg pro Tag kann zu Durchfall führen. Bei moderaten Bio-Pulver-Mengen nicht relevant.
Silizium-Bioverfügbarkeit: Anorganische Kieselerde hat sehr niedrige Bioverfügbarkeit. Pflanzliche Silizium-Quellen wie Bambussprossen-Extrakt haben deutlich bessere Resorption. Detaillierte Informationen im Glossar-Eintrag Kieselsäure.
Schilddrüsenerkrankungen: Bei Hashimoto oder anderen Schilddrüsenerkrankungen Vorsicht mit Jod-Anteil (siehe Glossar-Eintrag Jod).
Soja und pflanzliches Protein: Bei Soja-Allergie auf entsprechende Komponenten verzichten.
Schwangerschaft und Stillzeit: Pflanzliche Kollagen-Cofaktor-Strategien in moderaten Bio-Pulver-Mengen meist verträglich, ärztliche Abstimmung sinnvoll.
Erwartungsmanagement: Pflanzliche Cofaktor-Strategien wirken indirekter als hydrolysiertes tierisches Kollagen. Bei klar nachgewiesenen Kollagen-Defiziten (Skorbut, Bindegewebsschwäche) ist eine ärztliche Behandlung wichtig.

Worauf bei der Auswahl achten?

Bei pflanzlichen Kollagen-Booster-Produkten gibt es im Markt sehr unterschiedliche Qualitäts-Niveaus. Sechs Kriterien helfen bei der Auswahl, mit besonderer Bedeutung der ehrlichen Produktbezeichnung.

Ehrliche Produktbezeichnung als wichtigstes Qualitäts-Kriterium

Produkte, die als veganes Kollagen oder pflanzliches Kollagen ohne Differenzierung beworben werden, sind irreführend, weil sie kein Kollagen enthalten. Hochwertige pflanzliche Kollagen-Booster werden ehrlich als pflanzliche Kollagen-Cofaktoren, Kollagen-Booster oder pflanzliche Mikronährstoff-Mischung für die körpereigene Kollagenbildung beworben. Greenic Natural Beauty wird als pflanzlicher Vitalstoff-Komplex für Haut, Haare und Nägel positioniert, nicht als veganes Kollagen. Diese Ehrlichkeit ist regulatorisch sauber und macht das Produkt zur seriösen Alternative.

EFSA-Konformität der Werbeaussagen

Hochwertige Produkte bleiben in der Werbung im Rahmen der zugelassenen EFSA-Aussagen für die enthaltenen Cofaktoren. Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei. Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut bei. Werbeaussagen, die diese Claim-Formulierungen verlassen, etwa veganes Kollagen für straffe Haut oder pflanzliche Kollagen-Booster gegen Falten, sind nicht EFSA-konform und sollten kritisch bewertet werden. Die Verbraucherzentrale hat in mehreren Tests irreführende Werbeaussagen bei Kollagen-Produkten beanstandet.

Bio-Qualität und Pflanzenmatrix

Bei einem täglich verzehrten Bio-Pulver für die körpereigene Kollagenbildung ist Bio-Qualität ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Konventionelle pflanzliche Kollagen-Booster verwenden teilweise synthetische Ascorbinsäure, synthetisches Cholin oder konventionelle Pflanzen-Extrakte. Bio-zertifizierte Produkte arbeiten mit Pflanzen-Extrakten aus kontrolliert biologischem Anbau, mit natürlicher Vitamin-C-Quelle aus Acerolakirsche und mit Bio-Bambus-Silizium. Greenic Natural Beauty ist EU-Bio-zertifiziert mit allen Komponenten aus kontrolliert biologischem Anbau.

Cofaktor-Kombination versus Mono-Anwendung

Die körpereigene Kollagenbildung benötigt mehrere Cofaktoren parallel. Vitamin C alleine reicht nicht, Silizium alleine reicht nicht, Aminosäuren alleine reichen nicht. Eine Mehrkomponenten-Mischung mit Vitamin C, Silizium, Zink und ergänzenden Cofaktoren bedient die Cofaktor-Achse konsequenter. Mono-Anwendungen (zum Beispiel nur Vitamin C oder nur Silizium) sind weniger umfassend. Greenic Natural Beauty kombiniert drei zentrale Cofaktor-Achsen (Vitamin C aus Acerola, Silizium aus Bambussprossen, Jod aus Kelp-Extrakt) plus ergänzende Bio-Komponenten.

Pulver oder Kapseln

Pflanzliche Bio-Pulver wie Natural Beauty erlauben flexible Dosierung in Smoothies, Bowls und Wasser und integrieren sich gut in eine Ernährungs-Routine. Kapseln und Tabletten sind bequemer unterwegs, enthalten aber Trennmittel und oft Gelatine-Kapseln (nicht vegan) oder pflanzliche HPMC-Kapseln (vegan, aber mit weiteren Hilfsstoffen). Für eine alltägliche Ernährungs-Routine sind Bio-Pulver pragmatischer und vegan-konsequent.

Reinheit ohne Zusatzstoffe

Hochwertige Bio-Pulver bestehen aus pflanzlichen Bio-Extrakten ohne Aromen, Süßungsmittel, Trennmittel oder Maltodextrin. Im Markt finden sich Mischpräparate mit zugesetzten künstlichen Aromen (Erdbeere, Vanille, Beere), Süßungsmitteln (Stevia, Erythrit, Maltitol) und Maltodextrin als Füllstoff. Diese Zusatzstoffe verändern das natürliche Profil. Wer ein reines Bio-Pulver ohne Zusätze möchte, wählt eine entsprechende Produktvariante.

Mengentransparenz

Hochwertige Produkte deklarieren die Mikronährstoff-Mengen transparent pro Portion in Milligramm oder Mikrogramm und in Prozent der EU-Referenzmenge. Bei intransparenten proprietary blends ohne klare Einzelangaben bleibt die effektive Cofaktor-Versorgung unklar. Natural Beauty deklariert Vitamin C 40 mg pro Portion (50 Prozent der Referenzmenge), Jod 75 µg (50 Prozent), Silizium 53 mg.

Greenic Natural Beauty im Vergleich

Positionierung: Pflanzlicher Bio-Vitalstoff-Komplex für Haut, Haare und Nägel mit Cofaktoren für die körpereigene Kollagenbildung. Ehrliche Bezeichnung ohne veganes Kollagen-Versprechen.
Drei Cofaktor-Achsen: Vitamin C 40 mg aus Acerolakirsche, Silizium 53 mg aus Bambussprossen-Extrakt, Jod 75 µg aus Kelp-Extrakt.
Bio-Qualität: EU-Bio-zertifiziert mit allen Komponenten aus kontrolliert biologischem Anbau.
Vegan und Bio: 100 Prozent vegan, keine tierischen Bestandteile, keine Gelatine-Kapsel.
Reinheit: Keine Aromen, Süßungsmittel, Trennmittel oder Füllstoffe.
Mehrkomponenten-Bio-Pulver: Plus Gerstengras (30 Prozent), Lucuma, Granatapfel (Polyphenole), Reisprotein (Aminosäuren).
Form: Bio-Pulver für Smoothies, Bowls oder Wasser, integriert in Ernährungs-Routine.

Im Vergleich zu Mitbewerbern im veganen Kollagen-Segment

Cellinda Vegan Collagen: Vitamin C plus Hyaluronsäure plus Silizium. Pulver oder Kapseln. Nicht durchgängig Bio-zertifiziert.
Bears with Benefits Vegan Collagen Gummies: Vitamin C plus Biotin plus Zink. Gummibärchen-Form. Enthält Zucker und Aromen.
Sunday Natural Veganer Kollagen-Booster: Vitamin C plus Aminosäuren plus Cofaktoren. Pulver. Nicht durchgängig Bio.
Glow25 Vegan: Pflanzliche Variante des klassischen Marken-Kollagens. Pulver.
Bayer Beauty Collagen-Booster Vegan: Pflanzliche Mischung. Pharmazeutische Positionierung.

Greenic Natural Beauty differenziert sich durch konsequente EU-Bio-Zertifizierung aller Komponenten, durch reine Pulver-Form ohne Süßungsmittel und Aromen, durch drei Cofaktor-Achsen statt nur Vitamin C plus Hyaluron, durch ehrliche Positionierung ohne veganes Kollagen-Marketing-Versprechen und durch die parallele Wellora-Option für die tierische Kollagen-Strategie.

Was nicht überzeugt

Produkte, die als veganes Kollagen oder pflanzliches Kollagen ohne Cofaktor-Differenzierung beworben werden, Werbeversprechen mit nicht-EFSA-konformen Wirkungs-Aussagen wie veganes Kollagen für straffe Haut oder gegen Falten, Mischpräparate mit Aromen, Süßungsmitteln und Maltodextrin, Gelatine-Kapseln in als vegan beworbenen Produkten, intransparente proprietary blends ohne Einzelangaben der Mikronährstoff-Mengen, Produkte ohne Bio-Zertifizierung im Bio-Segment und Marketing-Versprechen mit sofortigen Effekten oder kurzfristigen Verbesserungen erfüllen den Anspruch eines hochwertigen pflanzlichen Kollagen-Cofaktor-Produkts nicht.

Greenic-Produkte mit Veganes Kollagen

Häufige Fragen zu Veganes Kollagen

Gibt es veganes Kollagen wirklich?
Im streng wissenschaftlichen Sinne gibt es kein veganes Kollagen. Kollagen ist ein Strukturprotein, das in der Natur ausschließlich von Tieren produziert wird, vor allem von Säugetieren und Fischen. Pflanzen produzieren kein Kollagen. Die strukturellen Proteine in Pflanzen sind Zellulose, Lignin und Extensine, die chemisch und funktionell verschieden von tierischem Kollagen sind und vom menschlichen Körper nicht in Kollagen umgewandelt werden. Produkte, die als veganes Kollagen oder pflanzliches Kollagen beworben werden, enthalten daher kein Kollagen, sondern eine Auswahl von pflanzlichen Cofaktoren und Aminosäuren, die die körpereigene Kollagenbildung unterstützen können. Diese pflanzlichen Cofaktoren sind Vitamin C (Cofaktor der Prolylhydroxylase und Lysylhydroxylase, der Schlüssel-Enzyme der Kollagenbildung), Silizium aus Bambussprossen oder Ackerschachtelhalm (struktureller Cofaktor der Quervernetzung), schwefelhaltige Aminosäuren wie Cystein und Methionin (Bausteine des Kollagens), Zink und Kupfer (enzymatische Cofaktoren) sowie Antioxidantien aus Polyphenolen und Vitamin E (Schutz der Kollagen-Strukturen). Eine ehrlichere Produktbezeichnung wäre pflanzliche Kollagen-Booster, pflanzliche Mikronährstoff-Mischung für die körpereigene Kollagenbildung oder pflanzliche Cofaktoren für die Hautstruktur. Eine neue technische Entwicklung sind Hefe-fermentierte Kollagene, bei denen gentechnisch veränderte Hefen wie Pichia pastoris Kollagen-ähnliche Peptide produzieren. Diese sind im aktuellen DACH-Markt aber selten, sehr teuer und regulatorisch noch nicht weit verbreitet. Greenic Natural Beauty wird ehrlich als pflanzlicher Vitalstoff-Komplex für Haut, Haare und Nägel positioniert, nicht als veganes Kollagen. Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei (zugelassener EFSA-Health-Claim).
Was ist die beste vegane Alternative zu Kollagen-Pulver?
Eine vegane Alternative zu tierischem Kollagen-Pulver kann nicht das gleiche tun wie hydrolysiertes tierisches Kollagen (das spezifische Kollagen-Peptide direkt liefert), aber sie kann die körpereigene Kollagenbildung über Cofaktoren effektiv unterstützen. Die wichtigsten pflanzlichen Cofaktoren für die körpereigene Kollagenbildung sind Vitamin C, Silizium, schwefelhaltige Aminosäuren, Zink und Kupfer. Eine bewusste vegan-orientierte Ernährung mit Hülsenfrüchten (Aminosäuren), Vitamin-C-reichen Lebensmitteln wie Hagebutte und Acerola, Vollkornprodukten und Hafer (Silizium und schwefelhaltige Aminosäuren), Nüssen und Saaten (Zink, Kupfer, schwefelhaltige Aminosäuren) und reichlich Antioxidantien aus Beeren und Granatapfel deckt die Cofaktor-Strategie gut ab. Für eine ergänzende Bio-Pulver-Säule ist Greenic Natural Beauty eine sinnvolle Wahl. Eine 5-Gramm-Tagesportion liefert 40 mg Vitamin C aus Acerolakirsche (50 Prozent der EU-Referenzmenge), 53 mg pflanzliches Silizium aus Bambussprossen-Extrakt und 75 µg Jod aus Kelp-Extrakt (50 Prozent der Referenzmenge). Plus ergänzende Bio-Komponenten Gerstengras (30 Prozent, mit Silizium-Anteil), Lucuma, Granatapfel (Polyphenole) und Reisprotein (schwefelhaltige Aminosäuren). Alle Komponenten sind EU-Bio-zertifiziert, vegan und ohne Aromen, Süßungsmittel oder Füllstoffe. Andere vegane Kollagen-Booster im Markt wie Cellinda Vegan Collagen (Vitamin C plus Hyaluronsäure plus Silizium), Bears with Benefits Vegan Collagen Gummies (Vitamin C plus Biotin plus Zink in Gummibärchen-Form), Sunday Natural Veganer Kollagen-Booster oder Glow25 Vegan sind ebenfalls Mehrkomponenten-Mischungen, oft aber ohne durchgängige Bio-Zertifizierung und teilweise mit Aromen oder Süßungsmitteln versetzt. Greenic Natural Beauty differenziert sich durch konsequente Bio-Qualität, reine Pulver-Form ohne Zusatzstoffe und durch die ehrliche Positionierung als Kollagen-Cofaktor-Säule statt als veganes Kollagen. Wer eine direkte Kollagen-Lieferung wünscht und nicht vegan lebt, kann ergänzend Wellora hydrolysiertes Kollagen aus Rind oder Marines einsetzen.
Funktioniert veganes Kollagen genauso wie tierisches Kollagen-Pulver?
Nein. Die Wirkungsmechanismen sind grundlegend verschieden. Tierisches hydrolysiertes Kollagen-Pulver liefert spezifische Kollagen-Peptide direkt in den Verdauungstrakt, die dort in Di- und Tripeptide aufgespalten und in den Blutkreislauf resorbiert werden. Studien wie Iwai 2005 und Watanabe-Kamiyama 2010 dokumentieren die Resorption von Hydroxyprolin-haltigen Di- und Tripeptiden. Diese Kollagen-Peptide können im Bindegewebe integriert werden und dienen als direkte Kollagen-Lieferung. Klinische Studien wie Proksch 2014, Asai 2020 und de Miranda 2023 dokumentieren Effekte auf Hautelastizität, Hautfeuchtigkeit und Faltentiefe. Pflanzliche Cofaktor-Strategien, oft als veganes Kollagen oder pflanzliche Kollagen-Booster beworben, funktionieren anders. Sie liefern kein Kollagen, sondern Mikronährstoffe und Aminosäuren, die die körpereigene Kollagenbildung unterstützen. Vitamin C wirkt als Cofaktor der Prolylhydroxylase und Lysylhydroxylase, der Schlüssel-Enzyme der Kollagensynthese. Silizium wirkt als struktureller Cofaktor der Kollagen-Quervernetzung. Schwefelhaltige Aminosäuren sind Bausteine. Zink und Kupfer sind enzymatische Cofaktoren. Diese pflanzliche Strategie ist indirekter und benötigt eine längere Anwendungsdauer, um messbare Effekte zu erzeugen. Klinische Studien zu pflanzlichen Kollagen-Boostern sind dünner als zu tierischem hydrolysiertem Kollagen, weil das Produkt-Segment jüngeren Datums ist und die Mechanismen indirekter sind. Praktische Konsequenz: Wer eine direkte Kollagen-Lieferung in den Körper möchte und nicht streng vegan lebt, ist mit tierischem hydrolysiertem Kollagen wie Wellora besser bedient. Wer rein pflanzlich-vegan unterstützen möchte, kann mit pflanzlichen Cofaktoren wie in Greenic Natural Beauty die körpereigene Kollagenbildung fördern. Eine Kombination ist möglich. Beide Strategien sind legitim, aber sie sind wissenschaftlich verschieden und sollten nicht als gleichwertig dargestellt werden. Detaillierte Informationen im Glossar-Eintrag Hydrolysiertes Kollagen.
Was ist der Unterschied zwischen Natural Beauty und veganem Kollagen-Pulver aus dem dm oder Rossmann?
Greenic Natural Beauty und die in dm- und Rossmann-Filialen erhältlichen veganen Kollagen-Booster (Cellinda Vegan Collagen, Bears with Benefits Vegan Collagen, Hübner-Marken-Variationen) unterscheiden sich in mehreren Aspekten. Erstens in der Positionierung: Greenic Natural Beauty wird ehrlich als pflanzlicher Bio-Vitalstoff-Komplex für Haut, Haare und Nägel positioniert, nicht als veganes Kollagen. Diese Differenzierung ist regulatorisch sauber und wissenschaftlich präzise. Viele Drogerie-Produkte werden dagegen als veganes Kollagen oder pflanzliches Kollagen vermarktet, ohne diese irreführende Bezeichnung zu hinterfragen. Zweitens bei der Bio-Qualität: Natural Beauty ist EU-Bio-zertifiziert mit allen Komponenten aus kontrolliert biologischem Anbau. Die meisten Drogerie-veganen-Kollagen-Produkte sind nicht oder nur teilweise Bio-zertifiziert. Dritten bei der Reinheit: Natural Beauty enthält keine Aromen, Süßungsmittel, Trennmittel oder Maltodextrin. Drogerie-Produkte sind oft mit Aromen (Beere, Vanille, Erdbeere), Süßungsmitteln (Stevia, Erythrit, Maltitol) oder Maltodextrin als Füllstoff versetzt. Vierten bei der Mikronährstoff-Strategie: Natural Beauty fokussiert auf drei Cofaktor-Achsen mit Vitamin C aus Acerola (40 mg, 50 Prozent der Referenzmenge), Silizium aus Bambussprossen (53 mg) und Jod aus Kelp-Extrakt (75 µg, 50 Prozent). Drogerie-Produkte kombinieren oft Vitamin C plus Hyaluronsäure plus weitere Mikronährstoffe in verschiedenen Variationen. Fünften bei den ergänzenden Komponenten: Natural Beauty enthält ergänzend Gerstengras (30 Prozent), Lucuma, Granatapfel und Reisprotein als pflanzliche Bio-Komponenten mit weiteren Mikronährstoffen, Antioxidantien und Aminosäuren. Drogerie-Produkte sind meist isolierte Mikronährstoff-Mischungen ohne natürliche Pflanzenmatrix. Sechsten beim Preis: Bio-Qualität und reine Komponenten haben einen höheren Preis als konventionelle synthetische Mischungen. Greenic Natural Beauty ist preislich im Premium-Segment positioniert. Beide Wege sind für unterschiedliche Zielgruppen legitim. Wer Wert auf konsequente Bio-Qualität, vegane Pulver-Form ohne Zusatzstoffe und ehrliche wissenschaftliche Positionierung legt, ist mit Natural Beauty gut beraten. Wer eine günstigere Drogerie-Variante bevorzugt und auf Bio-Qualität verzichten kann, findet diese im dm- und Rossmann-Sortiment.
Kann ich veganes Kollagen mit tierischem Kollagen-Pulver kombinieren?
Ja, eine Kombination aus pflanzlichen Kollagen-Cofaktoren und tierischem hydrolysiertem Kollagen ist sinnvoll und ergibt eine umfassende Kollagen-Säule. Beide Strategien wirken auf unterschiedlichen Ebenen und ergänzen sich. Tierisches hydrolysiertes Kollagen liefert spezifische Kollagen-Peptide direkt in den Körper, die im Bindegewebe integriert werden können. Pflanzliche Kollagen-Cofaktoren unterstützen die körpereigene Kollagenbildung über Vitamin C, Silizium, Aminosäuren und weitere Mikronährstoffe. Eine kombinierte Strategie könnte zum Beispiel folgendermaßen aussehen: Morgens eine Tagesportion Greenic Natural Beauty (5 g) eingerührt in einen Smoothie oder Bowl, was Vitamin C, Silizium und Jod als pflanzliche Cofaktoren liefert. Mittags oder abends eine Tagesportion Wellora hydrolysiertes Kollagen (10 bis 15 g, je nach Produkt) eingerührt in Wasser, Saft oder Smoothie, was direkt resorbierbare Kollagen-Peptide aus Rind oder Marines liefert. Plus eine eiweißreiche Ernährung mit ausreichend pflanzlichem und gegebenenfalls tierischem Protein als Baustein-Quelle. Dieser duale Ansatz ist eine Greenic-spezifische Stärke. Anders als reine Vegan-Anbieter (die nur pflanzliche Cofaktoren bedienen) oder reine Kollagen-Anbieter (die nur tierisches Kollagen bedienen) ermöglicht Greenic eine echte Kombination beider Strategien. Wichtige Einordnung: Eine Kombination ist nicht zwingend notwendig. Wer rein vegan leben möchte, kann mit der pflanzlichen Natural-Beauty-Säule allein die körpereigene Kollagenbildung gut unterstützen, mit etwas langsamerem und indirekterem Effekt als bei tierischem Kollagen. Wer eine direkte Wirkung bevorzugt, kann mit Wellora alleine arbeiten. Wer beide Strategien parallel nutzen möchte, kombiniert. Detaillierte Informationen zu den Wirkungsmechanismen in den Glossar-Einträgen Kollagen, Hydrolysiertes Kollagen, Kollagen für die Haut und Kollagen für Gelenke.

Verwandte Begriffe

Quellen

Iwai K, Hasegawa T, Taguchi Y, et al. Identification of food-derived collagen peptides in human blood after oral ingestion of gelatin hydrolysates. Journal of Agricultural and Food Chemistry. 2005;53(16):6531-6536. Schlüsselstudie zur Resorption von Kollagen-Peptiden.

Watanabe-Kamiyama M, Shimizu M, Kamiyama S, et al. Absorption and effectiveness of orally administered low molecular weight collagen hydrolysate in rats. Journal of Agricultural and Food Chemistry. 2010;58(2):835-841.

Asai TT, Oikawa F, Yoshikawa K, Inoue N, Sato K. Food-Derived Collagen Peptides, Prolyl-Hydroxyproline (Pro-Hyp), and Hydroxyprolyl-Glycine (Hyp-Gly) Enhance Growth of Primary Cultured Mouse Skin Fibroblasts Using Fetal Bovine Serum Free from Hydroxyprolyl Peptides. International Journal of Molecular Sciences. 2020;21(1):229.

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Geltor: Cellular agriculture for collagen-like peptides. Übersichtsarbeiten zu Hefe-fermentiertem Kollagen.

European Food Safety Authority (EFSA): Zugelassene Health Claims für Vitamin C in Bezug auf Kollagenbildung für Haut, Knochen, Knorpel, Zahnfleisch und Blutgefäße.

European Food Safety Authority (EFSA): Bisher keine zugelassenen Health Claims für veganes Kollagen, pflanzliches Kollagen oder pflanzliche Kollagen-Booster.

Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel.

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Einordnung von Kollagen-Präparaten und pflanzlichen Kollagen-Alternativen.

Verbraucherzentrale Deutschland: Bewertung von Kollagen-Produkten und veganen Alternativen. https://www.verbraucherzentrale.de/

Stiftung Warentest: Tests von Kollagen-Präparaten in mehreren Jahren.