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WissenGerstengras

Gerstengras

Gerstengras ist das junge, grüne Blatt der Gerstenpflanze (Hordeum vulgare), das vor der Kornbildung geerntet wird und damit von Natur aus glutenfrei ist. In den 1930er-Jahren erforschte der japanische Wissenschaftler Yoshihide Hagiwara die Nährstoffdichte junger Süßgräser systematisch und etablierte Gerstengras als funktionales Lebensmittel. In der modernen Ernährungswissenschaft fällt Gerstengras vor allem durch seine ausgewogene Kombination aus Vitamin K, Folsäure, Eisen, Vitamin C und Chlorophyll auf. Eine Tagesportion von 5 Gramm Greenic Bio Gerstengras Pulver deckt 43 Prozent der Referenzmenge an Vitamin K, 16 Prozent an Folsäure und 11 Prozent an Eisen. Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei, Folsäure zu einer normalen Blutbildung, Zellteilung und einer normalen Funktion des Immunsystems, Eisen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung. Das Greenic Bio Gerstengras Pulver stammt aus kontrolliert biologischem Anbau in Deutschland und wird in Rohkostqualität schonend getrocknet und vermahlen.

Herkunft & Botanik

Gerstengras ist das junge Blatt der Gerstenpflanze (Hordeum vulgare), einer der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Archäologische Funde belegen den Gerstenanbau im Fruchtbaren Halbmond bereits vor über 10.000 Jahren. Während die reife Gerstenähre als Brotgetreide, Braugerste und Tierfutter verwendet wird, hat das junge Blatt vor der Kornbildung eine völlig andere Bedeutung als Lebensmittel.

Die Geschichte des Gerstengrases als Nahrungsergänzung beginnt im Japan der 1930er-Jahre. Der Wissenschaftler und Mediziner Yoshihide Hagiwara begann nach dem Zweiten Weltkrieg systematisch Süßgräser auf ihren Nährstoffgehalt zu untersuchen. Er kam zu dem Schluss, dass junge Grashalme vor der Ährenbildung außergewöhnlich nährstoffreich sind, und etablierte Gerstengras als funktionales Lebensmittel in der japanischen Ernährungskultur. Seine Forschungsgruppe entwickelte in den 1960er-Jahren das erste industrielle Verfahren zur schonenden Trocknung von Gerstengras zu Pulver.

In den 1980er-Jahren erreichte Gerstengras über die amerikanische Rohkost- und Vitalstoff-Bewegung den westlichen Markt. Heute zählt es zusammen mit Weizengras zu den klassischen Greens, also den pulverisierten Grüngemüsen, die als Nährstoff-Konzentrate verwendet werden.

Pflanzenbiologie und Erntezeitpunkt

Die Gerstenpflanze durchläuft mehrere Wachstumsphasen. Im jungen Stadium besteht sie aus saftig grünen Halmen, die ähnlich aussehen wie Wiesengras. Erst nach mehreren Wochen bildet die Pflanze Ähren mit Körnern aus, in denen das Gluten-haltige Speicher-Eiweiß entsteht.

Geerntet wird Gerstengras bei einer Höhe von etwa zehn Zentimetern, etwa 30 Tage nach der Aussaat. Zu diesem Zeitpunkt hat die Pflanze ihre höchste Nährstoffkonzentration in den Blättern aufgebaut, weil sie für das spätere Längen- und Ährenwachstum Reserven anlegt. Nach der Ernte beginnt der Halm, einen Großteil dieser Mineralstoffe und Vitamine in die Kornbildung umzulagern, was die ältere Pflanze nährstofflich weniger wertvoll macht.

Warum Gerstengras glutenfrei ist

Gluten ist ein Speicher-Eiweiß, das ausschließlich im reifen Gerstenkorn gebildet wird, nicht in den jungen Blättern. Da Gerstengras vor der Ährenbildung geerntet wird, enthält das Pulver kein Gluten. Diese Eigenschaft ist wissenschaftlich belegt und wird durch Laboranalysen bei zertifizierten Bio-Produkten regelmäßig bestätigt. Gerstengras-Pulver ist damit auch für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit grundsätzlich geeignet, sofern das Produkt unter strikt getrennten Produktionsbedingungen verarbeitet wird und die Bio-Zertifizierung entsprechende Kontrollen umfasst.

Anbau und Verarbeitung

Hochwertiges Gerstengras stammt aus kontrolliert biologischem Anbau. Das Greenic Bio Gerstengras Pulver wird aus deutschem Bio-Anbau bezogen, was kurze Lieferketten, transparente Rückverfolgbarkeit und strenge EU-Bio-Kontrollen sichert. Nach der Ernte werden die Halme bei Temperaturen unter 42 Grad Celsius schonend getrocknet, um hitzeempfindliche Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe zu bewahren. Anschließend werden sie fein vermahlen. Das Greenic Pulver enthält zu 100 Prozent reines Gerstengras, ohne Trägerstoffe, Maltodextrin oder andere Zusätze.

Wirkprofil & Inhaltsstoffe

Das Wirkprofil von Gerstengras basiert auf einer ausgewogenen Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen, pflanzlichem Eiweiß und Chlorophyll. Junge Süßgräser konzentrieren in ihren Blättern die Nährstoffe, die sie für das spätere Wachstum benötigen.

Nährstoffe in der Tagesportion


Vitamin K: 32 Mikrogramm pro 5 Gramm Pulver, das sind 43 Prozent der Referenzmenge. Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen und zu einer normalen Blutgerinnung bei. Mit 640 Mikrogramm pro 100 Gramm zählt Gerstengras zu den vitamin-K-reichsten Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft.
Folsäure: 32,2 Mikrogramm pro 5 Gramm Pulver, das sind 16 Prozent der Referenzmenge. Folsäure trägt zu einer normalen Blutbildung, zu einer normalen Zellteilung und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Folsäure ist besonders relevant für Frauen im gebärfähigen Alter und in der Schwangerschaftsplanung.
Eisen: 1,5 Milligramm pro 5 Gramm Pulver, das sind 11 Prozent der Referenzmenge. Eisen trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei und zur normalen Bildung roter Blutkörperchen. Das pflanzliche Non-Hem-Eisen aus Gerstengras wird in Kombination mit Vitamin C besser aufgenommen, was durch das im Pulver selbst enthaltene Vitamin C unterstützt wird.
Vitamin C: 6,4 Milligramm pro 5 Gramm Pulver, das sind 8 Prozent der Referenzmenge. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei, dazu, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen, und erhöht die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln.
Ballaststoffe: 2,7 Gramm pro 5 Gramm Pulver. Tragen zu einer normalen Verdauungsfunktion bei und unterstützen das Sättigungsgefühl.

Diese Kombination aus Vitamin K, Folsäure, Eisen, Vitamin C und Ballaststoffen macht Gerstengras zu einer der ausgewogensten pflanzlichen Nährstoffquellen pro Gramm Pulver.

Chlorophyll und sekundäre Pflanzenstoffe

Gerstengras enthält besonders hohe Mengen an Chlorophyll, dem grünen Pflanzenfarbstoff, der für die Fotosynthese verantwortlich ist. Chlorophyll ist strukturell mit dem menschlichen Hämoglobin verwandt und wird in der Forschung als sekundärer Pflanzenstoff mit antioxidativen Eigenschaften untersucht. Verlässliche Aussagen zu gesundheitlichen Wirkungen über die ernährungsphysiologische Funktion hinaus gibt es derzeit nicht, weshalb Chlorophyll im rechtlichen Sinne kein Wirkstoff, sondern ein Inhaltsstoff ist.

Weitere sekundäre Pflanzenstoffe in Gerstengras sind Flavonoide wie Saponarin und Lutonarin, die in der Forschung als antioxidative Stoffe diskutiert werden, sowie Carotinoide, die als Provitamin A im Zellschutz untersucht werden.

Pflanzliches Eiweiß und Aminosäureprofil

Mit rund 21 Gramm pflanzlichem Eiweiß pro 100 Gramm Pulver zählt Gerstengras zu den protein-relevanten Greens. Eine Tagesportion von 5 Gramm liefert 1,1 Gramm Protein, was als Beitrag im Gesamttagesprofil relevant ist, vor allem in einer pflanzenbasierten Ernährung.

Was die Studienlage zeigt

Die wissenschaftliche Forschung zu Gerstengras hat sich in den letzten Jahrzehnten intensiviert, vor allem in Japan und Korea. Studien deuten auf antioxidative Effekte, einen positiven Beitrag zur Mineralstoff- und Vitaminversorgung sowie eine Unterstützung des Sättigungsgefühls durch den hohen Ballaststoffanteil hin. Für spezifische therapeutische Effekte wie eine direkte Wirkung auf chronische Erkrankungen, Haarwachstum oder Entgiftung sind die Daten bisher begrenzt. Gerstengras ist nach aktueller wissenschaftlicher Einordnung ein nährstoffdichtes Lebensmittel mit klar messbarem Beitrag zur Mikronährstoffversorgung, kein Arzneimittel.

Anwendung

Gerstengras-Pulver lässt sich einfach in die tägliche Ernährung integrieren. Der milde, leicht heuartige Geschmack ist weniger intensiv als bei Weizengras und passt zu süßen wie herzhaften Anwendungen.

Tagesmenge

Die übliche Tagesmenge liegt bei 5 Gramm Gerstengras-Pulver, das entspricht einem gehäuften Teelöffel. Eine Portion deckt 43 Prozent der Vitamin-K-Referenzmenge, 16 Prozent der Folsäure-Referenzmenge und 11 Prozent der Eisen-Referenzmenge. Wer den Effekt intensivieren möchte, kann die Menge auf bis zu 10 Gramm täglich erhöhen, idealerweise verteilt auf zwei Portionen über den Tag. Für den Einstieg ist ein halber Teelöffel pro Tag empfehlenswert, um die Verdauung an den hohen Ballaststoffanteil zu gewöhnen.

Anwendungsformen

In Smoothies und grünen Säften: Die klassische Anwendung. Ein Teelöffel (5 Gramm) in 250 bis 300 Milliliter Wasser, Saft oder pflanzlichen Drink mit Obst und Gemüse pürieren. Banane, Apfel, Mango, Beeren oder Orange runden den grasigen Grundton geschmacklich gut ab.
In Joghurt, Skyr oder Porridge: In Joghurt, Skyr, Haferbrei oder Smoothie-Bowls eingerührt. Mit Beeren, Honig oder Ahornsirup harmoniert das Aroma gut.
In pflanzlichen Drinks: Mit Hafer-, Mandel-, Soja- oder Kokosdrink eingerührt, kalt oder lauwarm. Eine einfache morgendliche Routine.
In Salatdressings, Dips und Pesto: Eingerührt in Salatdressings, Hummus, Avocado-Dips oder Kräuter-Pesto, ergänzt das Pulver den Mineralstoffgehalt herzhafter Zubereitungen.
In kalten Suppen wie Gazpacho oder grünen Kräutersuppen: Kalt eingerührt oder erst nach dem Erhitzen über die fertige Suppe gestreut.

Wichtig: nicht in heißen Speisen mitkochen, weil Vitamin K, Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe ab 60 Grad zunehmend zerfallen.

Tipp gegen Klümpchenbildung

Gerstengras-Pulver löst sich nicht immer sofort vollständig. Pulver vorab mit einer Gabel in zwei Esslöffeln lauwarmem Wasser zu einer Paste anrühren, dann in den Smoothie oder Drink geben.

Eisen-Aufnahme verbessern

Das pflanzliche Non-Hem-Eisen aus Gerstengras wird in Kombination mit Vitamin C deutlich besser aufgenommen. Im Pulver selbst sind 6,4 Milligramm Vitamin C pro Portion enthalten, was bereits einen Synergie-Effekt schafft. Wer die Eisenaufnahme weiter maximieren möchte, kombiniert Gerstengras mit Orangensaft, Beeren, Acerola oder Hagebuttenpulver. Kaffee, schwarzer Tee und Milchprodukte sollten mit mindestens einer Stunde Abstand getrunken werden, weil Tannine und Calcium die Eisenaufnahme hemmen.

Tageszeit

Gerstengras-Pulver lässt sich zu jeder Tageszeit verwenden. Viele Anwender bevorzugen die morgendliche Einnahme im Smoothie, weil die Kombination mit Frühstücks-Früchten praktisch ist und die Folsäure und das Eisen in den Stoffwechsel des Tages einfließen können. Bei zwei Tagesportionen empfiehlt sich eine Aufteilung auf Morgen und Vor- oder Nachmittag.

Wirkungseintritt

Gerstengras wirkt als Mineralstoff- und Vitaminquelle sofort, baut aber wie alle Lebensmittel seine Wirkung über die kontinuierliche Versorgung auf. Spürbare Effekte auf Energie, Vitalität und Wohlbefinden hängen vom individuellen Ausgangsprofil ab und entstehen meist erst nach mehreren Wochen kontinuierlicher Einnahme. Eine durchgängige Tagesintegration über vier bis acht Wochen erlaubt die beste Beurteilung des persönlichen Nutzens.

Worauf bei der Auswahl achten?

Beim Gerstengras-Pulver gibt es deutliche Qualitätsunterschiede zwischen den Marktangeboten. Fünf Kriterien helfen bei der Auswahl.

Erntezeitpunkt: junge Halme vor der Ährenbildung

Das wichtigste Qualitätsmerkmal. Gerstengras muss vor der Kornbildung geerntet werden, wenn die Pflanze ihre höchste Nährstoffkonzentration in den Blättern hat. Spätere Ernten haben deutlich reduzierten Nährstoffgehalt, weil die Pflanze Mineralstoffe in die Kornbildung umlagert. Außerdem ist nur vor der Ährenbildung das Pulver garantiert glutenfrei. Hochwertige Anbieter dokumentieren den Erntezeitpunkt.

Bio-Qualität

Konventioneller Getreideanbau arbeitet mit Pestiziden, Herbiziden und synthetischen Düngemitteln, die sich in den jungen Halmen anreichern können. Kontrolliert biologischer Anbau nach EU-Öko-Verordnung schließt synthetische Pestizide und Mineraldünger aus. Bei einem grünen Konzentrat-Pulver ist Bio-Qualität ein Sicherheitsmerkmal, nicht nur ein Komfort-Kriterium.

Herkunft: deutscher oder europäischer Anbau

Gerstengras wächst in vielen Klimazonen, ein erheblicher Teil des Marktangebots stammt jedoch aus China oder Neuseeland. Anbau in Deutschland oder der EU bietet kurze Lieferketten, transparente Rückverfolgbarkeit, strenge EU-Bio-Kontrollen sowie regionale Nachhaltigkeit ohne lange Transportwege. Das Greenic Bio Gerstengras Pulver stammt aus deutschem Bio-Anbau.

Rohkostqualität und schonende Trocknung

Vitamin K, Vitamin C, Folsäure und sekundäre Pflanzenstoffe sind hitzeempfindlich. Eine schonende Lufttrocknung bei Temperaturen unter 42 Grad bewahrt das natürliche Wirkstoffprofil. Industriell sprühgetrocknete Pulver mit Heißluft können erhebliche Nährstoffverluste haben.

Reinheit ohne Zusatzstoffe

Hochwertige Gerstengras-Pulver bestehen zu 100 Prozent aus reinem Gerstengras. Manche Marktprodukte enthalten Maltodextrin als Trägerstoff, Aromen, Süßstoffe oder Trennmittel. Auf dem Etikett sollte als einzige Zutat Gerstengraspulver aus kontrolliert biologischem Anbau stehen.

Pulver oder Kapseln

Gerstengras-Pulver ist deutlich ergiebiger und flexibler dosierbar als Kapseln. Eine typische Gerstengras-Kapsel enthält 300 bis 500 Milligramm Pulver. Für eine 5-Gramm-Tagesportion wären 10 bis 17 Kapseln nötig. Pulver lässt sich in Smoothies, Joghurt oder Wasser einrühren, ist günstiger pro Gramm und enthält keine Kapselhüllen, Trennmittel oder Magnesiumstearat. Kapseln eignen sich für Reisen oder bei stark geschmacksempfindlichen Anwendern.

Greenic Bio Gerstengras Pulver im Vergleich

Erntezeitpunkt: Junge Halme vor der Ährenbildung mit maximalem Nährstoffgehalt.
Bio-Qualität: Kontrolliert biologischer Anbau, EU-Öko-zertifiziert.
Herkunft: Deutscher Bio-Anbau, kurze Lieferketten, transparente Rückverfolgbarkeit.
Verarbeitung: Rohkostqualität, schonende Trocknung unter 42 Grad, feine Vermahlung.
Reinheit: 100 Prozent Gerstengraspulver, ohne Trägerstoffe, Maltodextrin, Aromen oder Süßstoffe.
Nährstoffe: 640 Mikrogramm Vitamin K, 643 Mikrogramm Folsäure, 30,8 Milligramm Eisen und 128 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm.

Was nicht überzeugt

Gerstengras-Pulver mit Maltodextrin oder anderen Trägerstoffen, Produkte ohne Bio-Zertifizierung, Pulver mit unklarem Erntezeitpunkt, hitzebehandelte Pulver ohne Rohkost-Hinweis sowie Mischprodukte mit Aromen und Süßstoffen erfüllen den Anspruch eines hochwertigen Gerstengras-Pulvers nicht. Bei Produkten ohne klare Herkunftsangabe ist Vorsicht geboten, weil chinesisches und neuseeländisches Gerstengras teils erhebliche Qualitätsunterschiede zeigen kann.

Greenic-Produkte mit Gerstengras

Häufige Fragen zu Gerstengras

Was bewirkt Gerstengras im Körper?
Gerstengras versorgt den Körper mit einer ausgewogenen Kombination aus Vitamin K, Folsäure, Eisen, Vitamin C, Chlorophyll und Ballaststoffen. Eine Tagesportion von 5 Gramm deckt 43 Prozent der Vitamin-K-Referenzmenge, 16 Prozent der Folsäure-Referenzmenge und 11 Prozent der Eisen-Referenzmenge ab. Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen und zur normalen Blutgerinnung bei. Folsäure trägt zu einer normalen Blutbildung, zu einer normalen Zellteilung und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und ist besonders relevant in der Schwangerschaftsplanung. Eisen trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei und zur normalen Bildung roter Blutkörperchen. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und erhöht die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln. Damit ist Gerstengras eine pflanzliche Mikronährstoffquelle mit klar messbarem Beitrag zur Tagesversorgung, vor allem für Menschen mit erhöhtem Bedarf an Eisen, Folsäure oder Vitamin K.
Hilft Gerstengras wirklich gegen Haarausfall oder für stärkere Haare?
Gerstengras wird in sozialen Medien und Foren häufig mit gesunden, kräftigen Haaren in Verbindung gebracht. Die wissenschaftlich belastbare Datenlage zu einer direkten Wirkung von Gerstengras auf das Haarwachstum oder gegen Haarausfall ist allerdings dünn. Was sich faktisch sagen lässt: Gerstengras versorgt den Körper mit Eisen, Folsäure und weiteren Mineralstoffen, die für eine normale Haut- und Haarstruktur wichtig sind. Eisen trägt zur Verringerung von Müdigkeit und zur normalen Bildung roter Blutkörperchen bei, Folsäure zur normalen Zellteilung. Diese Nährstoffe sind Bausteine einer gesunden Versorgung, die sich indirekt auch auf das Haarbild auswirken kann, wenn ein Mangel besteht. Eine kausale Wirkung von Gerstengras allein auf das Haarwachstum ist wissenschaftlich nicht belegt. Wer Haarprobleme hat, sollte mit Ärztin oder Arzt die Ursachen abklären, weil Haarausfall vielfältige Gründe haben kann, von Eisenmangel über hormonelle Faktoren bis zu Schilddrüsenerkrankungen. Gerstengras ist eine ergänzende Nährstoffquelle im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung, kein Mittel gegen diagnostizierten Haarausfall.
Gibt es negative Erfahrungen oder Nebenwirkungen mit Gerstengras?
Gerstengras-Pulver gilt in Lebensmittel-üblichen Mengen als gut verträglich. Negative Erfahrungen lassen sich in vier Kategorien einordnen. Erstens Verdauungsreaktionen bei zu schnellem Einstieg: Der hohe Ballaststoffanteil von 2,7 Gramm pro Portion kann bei nicht angepasster Verdauung zu Blähungen, weichem Stuhl oder Bauchgrummeln führen. Lösung: Einstieg mit einem halben Teelöffel und schrittweise Steigerung. Zweitens enttäuschte Erwartungen durch unrealistische Versprechen: Wer Gerstengras als Wundermittel gegen Müdigkeit, Übergewicht oder Hauptprobleme einnimmt und keine sofortige Wirkung erlebt, schließt fälschlich auf Wirkungslosigkeit. Gerstengras ist ein nährstoffdichtes Lebensmittel, kein Arzneimittel. Drittens Wechselwirkungen mit Medikamenten: Bei Einnahme von Blutverdünnern wie Marcumar oder Warfarin ist Vorsicht geboten, weil Gerstengras reich an Vitamin K ist und Vitamin K die Wirkung dieser Medikamente beeinflusst. Hier sollte vor Beginn ärztliche Rücksprache erfolgen. Viertens allergische Reaktionen bei Süßgras-Allergikern: Personen mit bekannten Allergien gegen Gräser oder Getreidepollen können in seltenen Fällen mit Hautreaktionen oder Magen-Darm-Symptomen reagieren. Bei chronischen Erkrankungen, Schwangerschaft oder Stillzeit ist eine vorherige ärztliche Abklärung sinnvoll.
Ist Gerstengras wirklich glutenfrei und für Menschen mit Zöliakie geeignet?
Ja, reines Gerstengras-Pulver ist von Natur aus glutenfrei. Der Grund liegt in der Pflanzenbiologie: Gluten ist ein Speicher-Eiweiß, das ausschließlich im reifen Gerstenkorn gebildet wird, nicht in den jungen Blättern. Da Gerstengras vor der Ährenbildung bei einer Höhe von etwa zehn Zentimetern geerntet wird, enthält das Pulver kein Gluten. Diese Eigenschaft wird durch Laboranalysen bei zertifizierten Bio-Produkten regelmäßig bestätigt. Damit ist Gerstengras-Pulver grundsätzlich auch für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit geeignet, allerdings unter folgender Bedingung: Die Produktion muss unter strikt getrennten Produktionsbedingungen erfolgen, damit keine Kreuzkontamination mit gluten-haltigen Getreiden in Mühle oder Abfüllung stattfindet. Wer eine ärztlich diagnostizierte Zöliakie hat, sollte zusätzlich auf das offizielle Glutenfrei-Siegel der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft achten oder beim Hersteller nach den Analysezertifikaten fragen. Das Greenic Bio Gerstengras Pulver ist deklariert glutenfrei.
Was unterscheidet Gerstengras von Weizengras?
Gerstengras und Weizengras gehören beide zur Familie der Süßgräser und werden aus den jungen Halmen der jeweiligen Getreidepflanze vor der Ährenbildung gewonnen. Beide sind von Natur aus glutenfrei, weil Gluten erst im reifen Korn gebildet wird. Beide sind reich an Chlorophyll, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Unterschiede gibt es im Detail. Gerstengras liefert besonders hohe Mengen an Vitamin K und Folsäure. Eine 5-Gramm-Portion deckt 43 Prozent der Vitamin-K-Referenzmenge. Weizengras punktet typischerweise mit höheren Werten an Mangan, Vitamin B6 und zusätzlichen Aminosäure-Profilen. Geschmacklich ist Gerstengras milder und weniger intensiv grasig als Weizengras. In der Praxis kann man beide Pulver problemlos kombinieren oder abwechseln, viele Anwender bevorzugen Gerstengras wegen des milderen Aromas, andere Weizengras wegen der intensiveren grünen Farbe. Beide stammen idealerweise aus kontrolliert biologischem Anbau und werden in Rohkostqualität verarbeitet. Greenic bietet beide Pulver aus deutschem Bio-Anbau in vergleichbarer Qualitätsstufe an.

Verwandte Begriffe

Quellen

  • Lahouar L, El-Bok S, Achour L. Therapeutic Potential of Young Green Barley Leaves in Prevention and Treatment of Chronic Diseases: An Overview. American Journal of Chinese Medicine. 2015;43(7):1311–1329. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26477797/

    Paulickova I, Ehrenbergerova J, Fiedlerova V, et al. Evaluation of barley grass as a potential source of some nutritional substances. Czech Journal of Food Sciences. 2007;25:65–72.

    Yamaura K, Tanaka R, Suwa E, et al. Antidepressant-like effects of young green barley leaf in mice and the underlying mechanism. Pharmaceutical Biology. 2018;56(1):155–160.

    Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Vitamin K, Folsäure, Eisen, Vitamin C.

    Hagiwara Y. Green Barley Essence: A Surprising Source of Health. Keats Publishing, 1985. Klassische Erstpublikation zur Nährstoffdichte junger Süßgräser.

    European Food Safety Authority (EFSA). Wissenschaftliche Bewertungen zu Vitamin K, Folsäure, Eisen und Vitamin C.

    Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel.

    Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Junge Süßgräser als pflanzliche Nährstoffquellen. https://www.bzfe.de/