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WissenSynbiotikum

Synbiotikum

Ein Synbiotikum kombiniert Probiotika und Präbiotika in einer Rezeptur. Probiotika sind lebende Mikroorganismen wie Lactobacillus- und Bifidobakterien. Präbiotika sind unverdauliche Ballaststoffe, die diesen Bakterien als Nahrungsgrundlage dienen. Erst durch das Zusammenspiel beider Komponenten entsteht ein vollständiges System: Bakterien, die den Darm erreichen, und ein Nährboden, der ihre Ansiedlung unterstützt. Genau diese Kombination unterscheidet ein Synbiotikum von einem reinen Probiotikum oder einem isolierten Ballaststoff-Präparat. Greenic Bio Flora vereint fünf magensafttolerante Bakterienstämme mit 10 Milliarden Aktivkulturen und 4,4 Gramm Präbiotika pro Portion in 100 Prozent Bio-Qualität.

Herkunft & Botanik

Der Begriff Synbiotikum wurde 1995 von dem britischen Mikrobiologen Glenn Gibson und dem belgischen Forscher Marcel Roberfroid eingeführt. Beide hatten zuvor das Konzept der Präbiotika definiert und erkannten, dass eine isolierte Zufuhr von Probiotika oder Präbiotika das Mikrobiom nur begrenzt beeinflusst. Erst die gezielte Kombination beider Komponenten führt zu einer messbaren und nachhaltigen Veränderung der Darmflora.

2020 hat die International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics (ISAPP) eine aktualisierte Konsensus-Definition veröffentlicht: Ein Synbiotikum ist eine Mischung aus lebenden Mikroorganismen und Substraten, die selektiv von Wirtsmikroorganismen verwertet werden und einen gesundheitlichen Nutzen erbringen.

Die Definition unterscheidet zwischen zwei Typen:

Komplementäres Synbiotikum: Probiotikum und Präbiotikum erfüllen jeweils unabhängige Funktionen, ergänzen sich aber sinnvoll.

Synergistisches Synbiotikum: Das Präbiotikum wird gezielt vom enthaltenen Probiotikum verwertet und steigert dessen Aktivität.

Bio Flora gehört zur ersten Kategorie. Akazienfaser, Flohsamenschalen und Leinsaat dienen den enthaltenen Lactobacillus- und Bifidobakterien als Nährgrundlage und nähren gleichzeitig die bestehende Darmflora.

Heute werden Synbiotika in der Ernährungsmedizin, der Sportphysiologie und in der Begleitung nach Antibiotika-Therapien eingesetzt. Die Studienlage zur kombinierten Gabe ist deutlich robuster als zu reinen Einzelpräparaten.

Wirkprofil & Inhaltsstoffe

Ein Synbiotikum wirkt auf drei Ebenen gleichzeitig: durch lebende Aktivkulturen, durch unverdauliche Ballaststoffe und durch die metabolischen Stoffwechselprodukte, die im Dickdarm entstehen.

Die Aktivkulturen
Probiotische Bakterien siedeln im Dickdarm an, ohne sich dauerhaft zu etablieren. Während ihrer Verweildauer von wenigen Tagen bis Wochen produzieren sie Milchsäure und kurzkettige Fettsäuren, senken den pH-Wert im Darmlumen und konkurrieren mit weniger erwünschten Bakterien um Nährstoffe und Anhaftungsstellen an der Darmschleimhaut. Studien zeigen, dass dieser Effekt nur eintritt, wenn die Bakterien magen- und gallensafttolerant sind und in ausreichender Menge zugeführt werden, üblicherweise zwischen 1 und 10 Milliarden koloniebildende Einheiten pro Tag.

Die Präbiotika
Unverdauliche Ballaststoffe wie Akazienfaser, Flohsamenschalen und Leinsaat passieren den Dünndarm unverändert und werden im Dickdarm von Bakterien fermentiert. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren, vor allem Butyrat, Propionat und Acetat. Butyrat ist die wichtigste Energiequelle der Darmschleimhautzellen und unterstützt die Barrierefunktion der Darmwand.

Die Synergie
Probiotika ohne Nahrungsgrundlage erreichen den Darm und vergehen wieder. Präbiotika ohne probiotische Zufuhr nähren die bestehende Flora, fügen ihr aber keine neuen Stämme hinzu. Erst die Kombination liefert beides: neue Aktivkulturen und gleichzeitig den Nährboden, der ihre Ansiedlung und Vermehrung unterstützt.

Studien zur synbiotischen Gabe zeigen messbare Effekte:

Verkürzte Regeneration der Darmflora nach Antibiotika-Einnahme
Reduzierte Häufigkeit von Verdauungsbeschwerden
Verbesserte Stuhlfrequenz und Stuhlkonsistenz bei chronischer Trägheit
Stabilisierung der mikrobiellen Vielfalt unter ballaststoffarmer Ernährung

Anwendung

Ein Synbiotikum eignet sich für Phasen, in denen die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten ist oder gezielt aufgebaut werden soll. Die häufigsten Anlässe:

Aufbau nach Antibiotika-Einnahme: Antibiotika dezimieren nicht nur Krankheitserreger, sondern auch nützliche Darmbakterien. Ohne Unterstützung dauert die natürliche Regeneration drei bis sechs Monate, einige Stämme kehren gar nicht zurück. Mit Synbiotika lässt sich dieser Zeitraum auf vier bis acht Wochen verkürzen.

Phasen ballaststoffarmer Ernährung: Reisen, Stresswochen, Phasen mit unregelmäßigen Mahlzeiten. Hier kompensiert ein Synbiotikum mit echter Ballaststoff-Dosis das, was über die Nahrung fehlt.

Begleitung einer Darmkur: Als systematischer Aufbau über acht bis zwölf Wochen, eingebettet in eine bewusste Ernährung mit Gemüse, fermentierten Lebensmitteln und ausreichend Wasser.

Kontinuierliche Tagesroutine: Ein Synbiotikum kann auch dauerhaft als Teil der täglichen Ernährung integriert werden, zum Beispiel im Smoothie oder Wasser am Morgen.

Dosierung und Einnahme

Eine Portion von 6 Gramm täglich, eingerührt in 200 bis 300 Milliliter kaltes Wasser, einen Smoothie oder einen Pflanzendrink. Heiße Flüssigkeiten zerstören die Aktivkulturen und sind zu vermeiden. Die Einnahme erfolgt idealerweise zu oder kurz vor einer Mahlzeit, da Nahrung die Magensäure puffert und die Überlebensrate der Bakterien erhöht.

Bei sensibler Verdauung empfiehlt sich ein Einstieg mit drei Gramm pro Tag in der ersten Woche, anschließend Steigerung auf die volle Portion. Wichtig: ausreichend Wasser trinken, da die Ballaststoffe Flüssigkeit binden.

Zeitfenster bis zur Wirkung

Erste Veränderungen in der Verdauung sind nach sieben bis zehn Tagen wahrnehmbar. Für einen messbaren Aufbau der Darmflora ist eine kontinuierliche Einnahme über mindestens acht Wochen sinnvoll, klinische Studien arbeiten meist mit Beobachtungszeiträumen zwischen acht und zwölf Wochen.

Worauf bei der Auswahl achten?

Der Markt für Probiotika und Synbiotika ist unübersichtlich. Fünf Kriterien trennen ein wirksames Präparat von einem Placebo in Pulverform.

Konkrete KBE-Angabe pro Portion
Seriöse Anbieter geben die Anzahl koloniebildender Einheiten pro Tagesdosis an, nicht pro 100 Gramm oder ohne Bezugsgröße. Klinisch wirksame Mengen liegen zwischen einer und zehn Milliarden KBE pro Tag. Greenic Bio Flora liefert 10 Milliarden KBE pro 6-Gramm-Portion.

Stamm-Diversität statt Einzelstamm
Ein gesundes Mikrobiom besteht aus hunderten Bakterienarten. Mehrstamm-Präparate sind in den meisten Fällen wirksamer als Einzelstamm-Produkte, weil sie die natürliche Vielfalt besser abbilden. Bio Flora enthält fünf Stämme: Lactobacillus casei, Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus paracasei, Bifidobacterium lactis A und Bifidobacterium lactis B.

Magen- und Gallensafttoleranz
Damit Bakterien im Dickdarm ankommen, müssen sie Magensäure und Gallensaft überstehen. Hochwertige Hersteller wählen ihre Stämme gezielt nach diesem Kriterium aus. Ohne diesen Nachweis erreichen viele Bakterien den Darm gar nicht erst lebend.

Sinnvolle Präbiotika-Dosis
Eine Kapsel fasst maximal 500 bis 800 Milligramm Inhalt, zu wenig für eine relevante Menge Ballaststoffe. Wer ein echtes Synbiotikum sucht, greift zu Pulver. Bio Flora liefert pro Portion 4,4 Gramm Ballaststoffe aus Akazienfaser, Flohsamenschalen und Leinsaat. Das entspricht rund 15 Prozent der von der DGE empfohlenen Tagesmenge.

Rohstoffqualität und Herkunft
Bio-Zertifizierung schließt Pestizide, synthetische Düngemittel und Gentechnik aus. Bei Aktivkulturen ist außerdem entscheidend, dass die Stämme aus kontrolliert biologischer Fermentation stammen, nicht aus konventioneller Massenproduktion. Bio Flora erfüllt beide Kriterien.

Was nicht überzeugt

Werbeversprechen ohne KBE-Angabe, Mischungen mit unklarer Stamm-Definition und Probiotika-Pulver ohne nennenswerte Präbiotika-Dosis erfüllen die Definition eines Synbiotikums nicht. Wer "synbiotisch" auf der Verpackung liest, sollte die Zutatenliste prüfen.

Bio Flora im Vergleich zu den fünf Kriterien

KBE-Angabe pro Portion: 10 Milliarden, klar deklariert auf 6 Gramm.
Stamm-Diversität: Fünf Stämme aus den Gattungen Lactobacillus und Bifidobacterium.
Magen- und Gallensafttoleranz: Erfüllt durch die Stamm-Auswahl.
Präbiotika-Dosis: 4,4 Gramm pro Portion aus drei Ballaststoff-Quellen.
Rohstoffqualität: 100 Prozent kontrolliert biologischer Anbau, inklusive der Aktivkulturen.

Greenic-Produkte mit Synbiotikum

Häufige Fragen zu Synbiotikum

Was ist der Unterschied zwischen Probiotika, Präbiotika und Synbiotika?
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, vor allem Lactobacillus- und Bifidobakterien, die den Darm erreichen und dort vorübergehend ansiedeln. Präbiotika sind unverdauliche Ballaststoffe wie Akazienfaser, Inulin oder Flohsamen, die diesen Bakterien als Nahrungsgrundlage dienen. Ein Synbiotikum kombiniert beide Komponenten in einer Rezeptur. Probiotika ohne Präbiotika erreichen den Darm, finden dort aber keine Nahrungsgrundlage. Präbiotika ohne Probiotika nähren die bestehende Flora, fügen aber keine neuen Stämme hinzu. Erst das Synbiotikum liefert beides gleichzeitig.
Wie viele KBE sollte ein gutes Synbiotikum enthalten?
KBE steht für koloniebildende Einheiten und gibt an, wie viele lebensfähige Bakterien pro Portion enthalten sind. Klinische Studien zeigen messbare Effekte bei einer Tagesdosis zwischen 1 und 10 Milliarden KBE über mindestens acht Wochen. Höhere Dosen sind in Einzelfällen sinnvoll, etwa nach starken Antibiotika-Therapien, in der Regel reicht aber der Bereich darunter. Wichtig ist die Angabe pro Portion, nicht pro 100 Gramm. Bio Flora liefert 10 Milliarden KBE aus fünf Stämmen pro 6-Gramm-Portion.
Pulver oder Kapsel, was ist beim Synbiotikum besser?
Bei einem echten Synbiotikum ist Pulver klar überlegen. Eine Kapsel fasst maximal 500 bis 800 Milligramm Inhalt, zu wenig für eine relevante Präbiotika-Dosis. Ein Synbiotikum mit klinisch sinnvoller Ballaststoff-Menge erfordert in Kapselform sieben bis zehn Stück täglich. Greenic Bio Flora liefert pro 6-Gramm-Portion 4,4 Gramm Ballaststoffe aus Akazienfaser, Flohsamenschalen und Leinsaat plus 10 Milliarden Aktivkulturen aus fünf Stämmen, in einem einzigen Löffel. Pulver erlaubt zudem flexible Dosierung in Wasser, Smoothie oder Pflanzendrink und verzichtet auf Kapselhüllen. Für reine Probiotika ohne Präbiotika können Kapseln sinnvoll sein, für ein vollständiges Synbiotikum sind sie technisch ungeeignet.
Wie lange sollte man ein Synbiotikum einnehmen?
Für einen messbaren Aufbau der Darmflora ist eine kontinuierliche Einnahme über mindestens acht bis zwölf Wochen sinnvoll. Klinische Studien arbeiten meist mit Beobachtungszeiträumen in diesem Bereich. Erste Veränderungen in Verdauung und Stuhlfrequenz sind häufig nach sieben bis zehn Tagen wahrnehmbar. Ein Synbiotikum kann auch dauerhaft als Teil der täglichen Ernährung integriert werden. Nach Antibiotika-Therapien ist eine Anwendung über acht Wochen ausreichend, um die natürliche Regeneration deutlich zu verkürzen.
Was zeichnet Bio Flora als Synbiotikum aus?
Bio Flora vereint die fünf Kriterien, die ein Synbiotikum klinisch sinnvoll machen. Pro 6-Gramm-Portion liefert die Mischung 10 Milliarden koloniebildende Einheiten aus fünf Stämmen: Lactobacillus casei, Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus paracasei, Bifidobacterium lactis A und Bifidobacterium lactis B. Die Stämme sind magen- und gallensafttolerant und erreichen den Darm lebend. Dazu kommen 4,4 Gramm Präbiotika aus Akazienfaser, Flohsamenschalen und goldener Leinsaat, das entspricht rund 15 Prozent der von der DGE empfohlenen Tagesmenge an Ballaststoffen. Acerolafruchtsaft-Extrakt ergänzt die Mischung mit 20 Milligramm Vitamin C pro Portion. Alle Komponenten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Verwandte Begriffe

Quellen

  • Swanson KS, Gibson GR, Hutkins R, et al. The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics (ISAPP) consensus statement on the definition and scope of synbiotics. Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology. 2020;17:687–701. https://www.nature.com/articles/s41575-020-0344-2

    Radke M. Pro- und Präbiotika. Pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung. 2013. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7498783/

    Hill C, Guarner F, Reid G, et al. The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics consensus statement on the scope and appropriate use of the term probiotic. Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology. 2014;11:506–514.

    Suez J, Zmora N, Zilberman-Schapira G, et al. Post-Antibiotic Gut Mucosal Microbiome Reconstitution Is Impaired by Probiotics and Improved by Autologous FMT. Cell. 2018;174(6):1406–1423. https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(18)31108-5

    Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Ballaststoffe: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/ballaststoffe/